red and yellow steel bar
Symbolbild Foto: Markus Spiske
Anzeige

Münster bleibt die Stadt, in der sich die Menschen am wohlsten unterwegs fühlen. Im aktuellen ADAC Monitor 2026 „Mobil in Mittelgroßstädten“ sichert sich die Westfalenstadt zum wiederholten Mal den Spitzenplatz und überzeugt quer durch alle Fortbewegungsarten. Für die Untersuchung wurden 29 Städte mit weniger als 500.000 Einwohnern unter die Lupe genommen und auf die Zufriedenheit ihrer Bewohner, Pendler und Besucher geprüft.

Die Datenbasis ist breit: Mehr als 11.600 Menschen gaben Auskunft darüber, wie zufrieden sie mit dem Auto, dem Nahverkehr, dem Fahrrad und dem Zufußgehen sind. Die Ergebnisse fließen in einen Index ein, der zwischen +100 und -100 pendelt. Ein Wert von null würde bedeuten, dass sich zufriedene und unzufriedene Stimmen exakt die Waage halten.

Anzeige

Insgesamt überwiegt in 27 der 29 Städte weiterhin die Zufriedenheit. Doch der Trend zeigt nach unten: Über alle Verkehrsmittel hinweg sank der Gesamtindex gegenüber 2021 von +21 auf +17. Nur vier Städte konnten sich steigern, darunter Mönchengladbach mit der größten Verbesserung überhaupt. Auf dem letzten Rang landet Oberhausen, das zugleich den stärksten Rückgang verzeichnet. Verantwortlich dafür ist vor allem die deutlich schlechtere Bewertung der Pkw-Mobilität.

Überhaupt zieht das Auto die Bilanz spürbar nach unten. Mit einem Indexwert von -9 ist es das einzige Verkehrsmittel, bei dem die Unzufriedenheit überwiegt. Autofahrer stören sich besonders am Baustellenmanagement, am Zustand der Straßen, am Verhalten von E-Scooter-Fahrern und an den Parkgebühren. Nur in Augsburg und Erfurt rutschte der Wert knapp in den positiven Bereich.

Deutlich freundlicher fällt das Urteil über den öffentlichen Nahverkehr und den Fußverkehr aus. Beide erreichen mit +28 den höchsten Wert, dahinter folgt das Fahrrad mit +20. Der ÖPNV hält damit sein Niveau von 2021. Am besten schneidet der Nahverkehr in Erfurt ab, das vom zweiten auf den ersten Platz vorrückt, gefolgt von Rostock. Fahrgäste loben die Dichte der Haltestellen und kurze Umsteigewege, während das Preis-Leistungs-Verhältnis und fehlende Parkplätze an Bahnhöfen kritisch gesehen werden.

Beim Zufußgehen büßte die Zufriedenheit zwar neun Indexpunkte ein, bleibt aber auf hohem Niveau. Münster führt auch hier das Ranking an, gefolgt von elf weiteren Städten mit Spitzenwerten. Selbst die Schlusslichter Oberhausen und Ludwigshafen liegen noch im positiven Bereich. Geschätzt werden vor allem direkte Wege und gesicherte Querungsmöglichkeiten.

Anzeige

Einzig die Radfahrer sind heute geringfügig zufriedener als vor fünf Jahren. Bis auf Krefeld liegen alle Städte im positiven Bereich, Oberhausen genau am Nullpunkt. An die Spitze gesetzt hat sich Freiburg im Breisgau, dicht gefolgt von Münster, während sich Kiel und Karlsruhe den dritten Platz teilen. Für das Rad sprechen aus Sicht der Nutzer planbare Ankunftszeiten und kurze Wege. Weniger gern gesehen ist das Verhalten von Autofahrern und vor allem von E-Scooter-Fahrern.

💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar
Anzeige
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein