In den Pflegeeinrichtungen konnten, aufgrund der aktuell sinkenden Zahlen von Neuinfektionen mit COVID-19 im Saarland, außerdem bereits erste Lockerungen bei den Besuchsregelungen veranlasst werden. Seit dem 04.Mai 2020 ist es wieder möglich Angehörige und Freunde an der frischen Luft zu treffen. Dabei ist der Mindestabstand von 1,5 Meter stets einzuhalten und es muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Besuche im Inneren der Einrichtungen sind nur dann möglich, wenn von den Einrichtungen entsprechende Schutzkonzepte vorgelegt. Das kann zum Beispiel die Einrichtung ausgewiesener Besuchszonen mit Plexiglasscheiben sein, in denen sich die Bewohner mit ihrem Besuch treffen können. Monika Bachmann ergänzte an dieser Stelle, dass bereits zahlreiche Heime von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht haben und Konzepte vorgelegt haben.

Eine weitere sehr wichtige Maßnahme im Rahmen der Corona-Pandemie ist die geplante Antikörperstudie mittels einer repräsentative Stichprobe im Saarland. Gesundheitsministerin Monika Bachmann erklärt hierzu: „Wir haben uns im Saarland als erstes Bundesland dazu entschlossen mit einer landesweit angelegten COVID-19 Antikörperstudie zu beginnen. Gemeinsam mit der Virologie des UKS wollen wir in den nächsten Wochen das Blut von rund 2.300 Saarländerinnen und Saarländern auf Antikörper testen. Gleichzeitig sollen Daten zum Gesundheitszustand der Testpersonen abgefragt werden. Die Untersuchung kann Erkenntnisse hinsichtlich Infektionszahlen und Krankheitsverlauf liefern, von denen ganz Deutschland profitiert.“

Die Studie kann außerdem dabei helfen die Krankheit und Übertragungswege besser zu verstehen. Im Saarland wurden bislang über 45.000 Abstriche untersucht, wobei bei nur bei 2.600 Personen eine Infektion nachgewiesen werden konnte. Da COVID-19 oft asymptomatischen oder sehr leicht verläuft, muss von einer hohen Dunkelziffer an Krankheitsfällen ausgegangen werden. Die Antikörper-Bluttests ermitteln, wie hoch die Dunkelziffer im Durchschnitt lag.

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