Fachkräftemangel, Nachwuchssorgen und die Zukunft des Handwerks: Diese Themen bestimmten das Gespräch, als St. Ingberts Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer dem Traditionsunternehmen Heib einen Besuch abstattete. Begleitet wurde er von Wirtschaftsförderin Martina Quirin und Nico Ganster, dem Vorsitzenden für Handel und Gewerbe.
Der Maler- und Stuckateurbetrieb gehört seit 1890 zum Stadtbild. Längst führt die Familie den Betrieb in vierter Generation, aktuell liegt die Verantwortung bei Geschäftsführer Oliver Heib. Über die aktuelle Lage und die Schwierigkeiten, mit denen das Handwerk zu kämpfen hat, gab er den Gästen einen offenen Einblick.
Im Zentrum stand dabei vor allem eine Frage, die viele Betriebe umtreibt: Wie lassen sich qualifizierte Fachkräfte gewinnen und halten? Darüber hinaus ging es um die weitere Entwicklung des Handwerks und darum, wie Stadt und Unternehmen gemeinsam tragfähige Rahmenbedingungen schaffen können. Für die Stadtverwaltung ist der regelmäßige Draht zu den Betrieben ein fester Bestandteil der Wirtschaftsförderung.
Oliver Heib bringt dabei weit mehr als die Perspektive eines einzelnen Unternehmers mit. Als Stuckateurmeister steht er der Landesinnung Saar Stuck-Putz-Trockenbau als Landesinnungsmeister vor und setzt sich in verschiedenen Funktionen für die Belange seiner Branche ein. Seit September 2019 führt er zudem bundesweit den Verband „Ausbau + Fassade“ als Vorsitzender.
Trotz der langen Geschichte blickt das Unternehmen nach vorn. Neben der Tradition setzt der Familienbetrieb nach eigenem Anspruch vor allem auf Qualität und Nachhaltigkeit.
Für Meyer ist genau dieser direkte Kontakt entscheidend. „Wir wollen wissen, was unsere Unternehmen bewegt und wo der Schuh drückt. Nur wenn wir Herausforderungen offen ansprechen, können wir gemeinsam nach Lösungen suchen“, betonte der Oberbürgermeister. Der Austausch mit den Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort sei für die Stadt deshalb von besonderer Bedeutung.
Der Besuch bei Heib war kein Einzelfall. Im Rahmen seiner Sommertour steuerte Meyer bewusst Handwerks- und kleinere Gewerbebetriebe an, um mit den Inhaberinnen und Inhabern ins Gespräch zu kommen und sich ein Bild von deren Alltag zu machen.



















