Foto: MIBS
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Der Kunstrasenplatz des SV 1928 Merchingen bekommt eine Frischekur: Mit 86.000 Euro beteiligt sich das saarländische Innenministerium an der Sanierung des rund 6.300 Quadratmeter großen Spielfeldes. Im Mittelpunkt steht die Erneuerung des bestehenden Kunstrasenbelags, der über Jahre hinweg an seine Grenzen gekommen ist.

Seit 2008 rollt auf dem Platz der Ball. Die verschiedenen Mannschaften des Vereins nutzen ihn intensiv, und nach 18 Jahren zeigt das Spielfeld deutliche Spuren. Vor allem rund um die Tore sind die Kunststofffasern stark abgenutzt – dort, wo das Spiel am härtesten ist, hat der Belag am meisten gelitten.

Hinzu kommen die Launen des Wetters. Der stetige Wechsel aus Starkregen und langen Hitzeperioden hat dem Material zugesetzt. In einzelnen Bereichen verklebte der Kunstrasen inzwischen, was für die Spielerinnen und Spieler ein handfestes Problem darstellt: Das Verletzungsrisiko stieg spürbar an.

Für Sportminister Reinhold Jost ist die Förderung mehr als nur eine technische Maßnahme. „Mit der Sanierung setzen wir ein klares Signal: Wir investieren in moderne und bedarfsgerechte Sportstätten“, erklärte er. Der neue Belag verbessere nicht nur die Trainings- und Spielbedingungen, sondern sorge vor allem für mehr Sicherheit auf dem Platz. Vereine seien, so Jost, eine bedeutende Stütze der Gesellschaft – sie förderten die Gesundheit, vermittelten Werte wie Fairness, Toleranz und Teamgeist und stärkten den sozialen Zusammenhalt. Den ehrenamtlich Engagierten gebührten „Dank, Respekt und Anerkennung“.

Auch Oberbürgermeister Marcus Hoffeld hob die Rolle des Vereins über den Sport hinaus hervor. Der SV Merchingen sei eine Anlaufstelle für Jugendliche und biete Orientierung außerhalb des Elternhauses. „Aus diesem Grund danke ich den Verantwortlichen des SV Merchingen, den städtischen Kollegen sowie den beteiligten Baufirmen für die Umsetzung dieses Projektes“, betonte Hoffeld. Sein Dank galt zudem dem Innenministerium, der Sportplanungskommission sowie den Mitgliedern des Merziger Stadtrates und des Ortsrates Merchingen, deren Beschlüsse und Zuschüsse das Vorhaben erst möglich gemacht haben.

Finanziert wird die Sanierung aus mehreren Töpfen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 306.327 Euro. Neben der Landesförderung steuert die Sportplanungskommission bis zu 34.000 Euro bei, die Kreisstadt Merzig beteiligt sich mit einem Zuschuss von 60.000 Euro. Den verbleibenden Eigenanteil stemmt der Verein aus eigenen Mitteln – ein weiterer Beleg dafür, wie viel Einsatz hinter dem Erhalt der Sportinfrastruktur vor Ort steckt.

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