Max Lotter wird Programmleiter des neuen DASDING von hr, SR und SWR Foto: SWR/Patricia Neligan

Wenige Tage vor dem Sendestart ist die wichtigste Personalie geklärt: Max Lotter übernimmt die Programmleitung des neuen DASDING, das ab dem 1. Juni 2026 als gemeinsames junges Angebot von SWR, hr und SR auf Sendung geht. Der 39-Jährige war zuvor kommissarischer Programmchef der jungen SWR-Marke und rückt nun an die Spitze eines Projekts, das in dieser Größenordnung als einmalig innerhalb der ARD gilt.

Mit dem Schulterschluss der drei Anstalten entsteht ein länderübergreifendes Programm für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland. Zielgruppe sind junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren, denen DASDING künftig Radio, Podcasts, Social-Media-Formate und digitale Inhalte unter einem gemeinsamen Dach bietet. Produziert wird standortübergreifend in Baden-Baden, Frankfurt und Saarbrücken.

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Im inhaltlichen Zentrum stehen aktuelle Musik, popkulturelle Strömungen und Stimmen, die nah an der Lebenswirklichkeit der jungen Hörerschaft sind. Trotz der Bündelung sollen regionale Perspektiven aus allen vier Bundesländern erhalten bleiben, etwa durch eigene Nachrichtenstrecken und Geschichten aus den jeweiligen Lebenswelten der Regionen.

Der Startschuss fällt am Montag, 1. Juni 2026, um 5 Uhr mit einer gemeinsamen Morningshow. Anschließend folgen weitere übergreifende Sendestrecken aus den drei Produktionsstandorten. Bemerkenswert: Die Anstalten gehen sieben Monate früher an den Start, als es der Medienänderungsstaatsvertrag vorgibt. Jan Vorderwülbecke, Leiter der hr Pop-Unit, wertet das als Beleg dafür, „dass öffentlich-rechtlich schnell, synergetisch und effizient arbeiten kann“. Lotter habe mit seiner strukturierten Herangehensweise einen großen Anteil an diesem Erfolg.

Als Programmleiter verantwortet Lotter die inhaltliche, strategische und markenprägende Ausrichtung des neuen DASDING. Die Federführung liegt beim SWR, während Monika Martino für den hr und Zlatin Nikov für den SR die operative Umsetzung und Personalführung an ihren Standorten übernehmen. Boris Theobald von der SR Pop-Unit beschreibt die Aufgabe als anspruchsvoll: Drei Standorte, unterschiedliche Strukturen und gewachsene Teams zusammenzuführen, verlange „programmliche Klarheit, strategisches Denken und ein hohes Maß an Integrationskraft“.

Mira Seidel, Leiterin der SWR3 Pop-Unit, sieht in Lotter den passenden Kandidaten für diesen Spagat. Er sei ein erfahrener Programmmacher, der die Herausforderungen der Kooperation kenne und „klare inhaltliche Vorstellungen mit einem modernen, verbindlichen Führungsstil“ verbinde.

Lotter selbst betont, was er mit seinen Teams in den vergangenen Monaten aufgebaut hat: ein Angebot mit Haltung, eigenem Ton und Substanz. „Nicht glatt, nicht beliebig, sondern mit Haltung, starken Inhalten und einem eigenen Ton. Und so relevant, dass junge Menschen dort etwas entdecken, das sie überrascht, begleitet oder das sie woanders vermissen würden“, sagt er. Mit dem Projekt setzen SWR, hr und SR zugleich den Reformauftrag der ARD um, der mehr Zusammenarbeit und einen effizienteren Einsatz von Ressourcen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorsieht.

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