Seit über einem Jahrzehnt gilt Mandy’s Lounge in der Kirrberger Straße als einer der lebendigsten Musiktreffpunkte der Region. Der Kulturspiegel des Saarländischen Rundfunks bezeichnete die Location schon 2015 als „eine der besten Adressen für handgemachte Livemusik in der ganzen Region“.
Diese Einschätzung bestätigt sich bis heute: Die kleine Bühne mit ihrem besonderen Charme hat es geschafft, in über tausend Konzerten ein breites Spektrum internationaler Musikgrößen ebenso wie regionale Talente nach Homburg zu holen. In dieser Woche nun feiert Mandy’s Lounge gleich mehrere Jubiläen – und das Programm zeigt, warum die Adresse längst Kultstatus genießt.
Am Mittwoch, 1. Oktober, steht die 125. Jazz-Jam-Session auf dem Programm. Seit Juni 2012 gehört dieses offene Format zum festen Bestandteil der Konzertreihe. Monat für Monat treffen sich Musiker aus der Region und darüber hinaus, um in wechselnden Formationen zwischen drei und fünf Spielern zu improvisieren. Welche Stücke gespielt werden, welche Musiker zusammenspielen, entscheidet sich spontan auf der Bühne. Gerade dieser offene Charakter macht den Reiz der Session aus: Jeder Abend ist einzigartig, kein Auftritt wiederholt sich. Für viele Gäste hat sich die Jazz-Jam-Session deshalb zu einem festen Termin entwickelt – ein Treffpunkt für Musiker, Kenner und neugierige Zuhörer gleichermaßen. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Foto: Adam Rossin
Der Donnerstag, 2. Oktober, markiert einen besonderen Meilenstein in der Geschichte der Lounge: das 1000. Konzert. Mandy und Michael Trautmann, die Betreiber des Clubs, haben dafür Jeffrey Halford & The Healers aus San Francisco gewinnen können. Die Band, die bereits zum neunten Mal in Homburg auftritt, ist international bekannt für ihre Mischung aus rohem Rock ’n’ Roll, Americana, Country und Soul. Ihre aktuelle Europatournee fällt mit dem 25-jährigen Jubiläum des Albums „Kerosene“ zusammen, das 2025 erstmals wieder auf Vinyl erschienen ist. Das Album gilt als Wendepunkt in Halfords Karriere, brachte ihm internationale Anerkennung und öffnete Türen zu Festivals und Tourneen. Noch heute gilt „Kerosene“ als Meilenstein der Americana-Szene, und so schließt sich mit dem Konzert in Homburg ein besonderer Kreis.
Die Qualitäten der Band zeigen sich nicht nur in der Studioarbeit, sondern vor allem live. Band-Leader Jeffrey Halford überzeugt mit markantem Gesang und vielseitigem Gitarrenspiel, das zwischen Blues, Rock und Folk changiert. Unterstützt wird er von Bassist Mike Anderson und Multiinstrumentalist Adam Rossi. Letzterer gilt als Phänomen: Mit der linken Hand spielt er Schlagzeug, mit dem Fuß bedient er eine Bass Drum unter dem Keyboard, während er mit der rechten Hand die Tasten bedient – und zusätzlich Background-Gesang liefert. Kritiker wie das Magazin Vintage Guitarattestieren Halford und seiner Band „schlanken, feurigen Rock ’n’ Roll mit kräftiger Slide-Gitarre, unverfälschten Geschichten und ungefilterter Energie“. Für die Homburger Musikszene ist dieses 1000. Konzert ein Symbol dafür, dass große Musik nicht nur in Metropolen, sondern auch in kleinen Clubs entstehen und erlebbar sein kann.

Foto: Nick Barber
Am Samstag, 4. Oktober, setzt die Jubiläumswoche mit Sean Taylor einen weiteren Höhepunkt. Der Brite zählt zu den profiliertesten Singer-Songwritern seiner Generation und wurde mehrfach für den Titel „UK Blues Acoustic Artist of the Year“ nominiert. Seine Musik vereint Folk, Blues, Americana, Jazz, Spoken Word und Elemente aus der Weltmusik zu einem unverwechselbaren Klang. Taylor gilt als rastloser Troubadour, der seit Jahren um die Welt tourt und auf den Bühnen bedeutender Festivals stand – vom Glastonbury Festival über das Cambridge Folk Festival bis hin zu Auftritten in Australien, Frankreich, Irland oder der Schweiz. In Homburg ist er zum neunten Mal zu Gast, und das Publikum darf sich auf einen intensiven Abend freuen.
Seine persönliche und musikalische Freundschaft mit dem Homburger Bluessänger Bernard „Smitty“ Smith sorgt immer wieder für besondere Momente. Es gilt als wahrscheinlich, dass auch bei diesem Konzert das ein oder andere Duett entsteht. In den Songs Taylors spiegeln sich Themen wie Liebe, Sehnsucht, Herzschmerz, aber auch gesellschaftliche Fragen wider. Kritiker beschreiben ihn als einen der besten Songwriter seiner Zeit, dessen Stärke darin liegt, „alles in ein Lied verwandeln zu können“. Diese Mischung aus poetischer Tiefe und musikalischer Virtuosität macht ihn zu einem gern gesehenen Gast in Mandy’s Lounge – und zu einem würdigen Schlusspunkt der Jubiläumswoche.
Mit diesen drei Veranstaltungen setzt Mandy’s Lounge ihre Tradition fort, internationale Künstler in die Homburger Vorstadt zu holen und zugleich Raum für regionale Musiker zu schaffen. Von improvisiertem Jazz über amerikanischen Roots-Rock bis zu britischem Singer-Songwriting: Das Jubiläumsprogramm verdeutlicht, warum die kleine Bühne seit Jahren als einer der wichtigsten Kulturorte in der Region gilt. Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

















