Die LBS Saar hat im vergangenen Jahr erneut mehr Baukredite vergeben als im Vorjahr. Insgesamt wurden Darlehen in Höhe von mehr als 200 Mio. Euro bewilligt.

Das Geschäftsmodell der saarländischen Bausparkasse wird wesentlich gestützt durch dieses starke Kreditneugeschäft. In Kombination mit einem nachhaltigen Bausparneugeschäft und den Erträgen aus weiteren Dienstleistungen rund um die Immobilie wird die Zukunftsfähigkeit sichergestellt. Zum erweiterten Dienstleistungspaket zählen die Immobilienvermarktung und -vermittlung, die Bewertung von Immobilien, die Baubegleitung, die Verwaltung von Privat- und Gewerbeimmobilien sowie ein Rundumservice für Immobiliensuchende. 

Schwächeres Bausparneugeschäft aufgrund der Pandemie 

Im vergangenen Jahr verzeichnete die LBS Saar ein Neugeschäftsvolumen von insgesamt 569,3 Mio. Euro bei rund 8.500 Neuverträgen. Damit liegt das Neugeschäftsvolumen aufgrund der eingetretenen Corona-Pandemie erwartungsgemäß leicht unter Plan. Mit einem Marktanteil im Saarland von 39,2 Prozent bewegt sich die LBS Saar weiterhin auf stabilem Niveau. „Trotz zeitweiser Schließung von Sparkassenfilialen, die einen unserer Hauptvertriebswege darstellen, haben wir ein zufriedenstellendes Vertriebsergebnis im Bauspargeschäft erzielen können. Die uns wichtige Kundennähe konnte der LBS-Vertrieb gemeinsam mit den Beraterinnen und Beratern der Sparkassen über alternative digitale Kanäle aufrechterhalten“, so Sascha Matheis, Generalbevollmächtigter der LBS Landesbausparkasse Saar. 

Nachhaltig positiv auf das Bausparneugeschäft wirkte sich auch 2020 die Wohn-Riester Förderung aus: 12,5 Prozent (Vorjahr 11,7 Prozent) des Bruttoneugeschäfts entfallen auf Bausparverträge mit staatlicher Förderung der Altersvorsorge. Der verzeichnete Anstieg der durchschnittlich abgeschlossenen Bausparsumme auf 67.320 Euro zeigt weiterhin die klare Finanzierungsorientierung der Bausparer. „Unsere Landesbausparkasse blickt mit 200,6 Mio. Euro an Neubewilligungen auf eine sehr positive Entwicklung bei den Baudarlehen zurück. Der Baudarlehensbestand stieg im vergangenen Jahr um 9,5 Prozent auf 1,13 Mrd. Euro an. Dadurch konnte die Ertragslage weiter gefestigt werden“, so Jörg Melde, Geschäftsleiter der LBS Landesbausparkasse Saar. 

Immobilientochter am saarländischen Markt weiter auf Wachstumskurs 

Die LBS Immobilien GmbH, Tochter der LBS Saar, hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihren Partnersparkassen 828 Immobilienobjekte im Saarland vermittelt. Das Kaufpreisvolumen wurde mit rund 132 Mio. Euro um 1,5 Prozent gegenüber 2020 gesteigert. Im Corona-Jahr hat sich der saarländische Immobilienmarkt weiterhin robust gezeigt. Es gab keine nachhaltigen Verwerfungen, Einbrüche oder Preisrückgänge – eher das Gegenteil ist der Fall. Das Thema Wohnimmobilien bleibt auch in 2021 ein großes Thema. 

„Hier geht es schließlich nicht nur um Renditen, sondern um Lebensqualität. Deswegen werden viele Menschen weiterhin in Wohnimmobilien investieren. Das bleibt nach wie vor ein Megatrend. Auch werden ländliche Wohngebiete durch den zunehmenden Wunsch nach Naturnähe und Erholung attraktiver. Auch durch das verstärkte Arbeiten im Homeoffice ist es eine interessante Alternative zur Stadt geworden“, so Markus Ehm, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH. 

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