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Die Verbraucher in Deutschland blicken angesichts der Folgen des Ukraine-Kriegs und der hohen Inflation pessimistisch in die Zukunft. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Konsum- und Verhaltensforschung der Universität des Saarlandes unter Leitung von Professorin Andrea Gröppel-Klein. 56,4 Prozent der befragten Konsumenten bezweifeln, dass die Gesellschaft gut durch die gegenwärtigen Krisen kommt.

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Nur 16 Prozent der mehr als 1.100 Studienteilnehmer stimmten in hohem Maße der Aussage zu: „Wir haben schon viele Krisen überstanden; diese wird schon nicht so schlimm werden, und der Staat hilft ja auch.“ Die Zustimmung fiel bei Befragten mit einem Netto-Einkommen von unter 2.000 Euro monatlich noch etwas geringer aus. Die unterdurchschnittlich Verdienenden achten beim Einkauf notgedrungen stark auf günstige Preise.

Die Preisorientierung der Konsumenten hat sich seit der ersten Corona-Welle und jetzt noch einmal infolge des Ukraine-Kriegs signifikant verstärkt. Die Lust auf Shopping-Touren hat ebenfalls nachgelassen. Die Verbraucher sind nicht in der unbeschwerten Stimmung, die Voraussetzung für Erlebniseinkäufe ist. Trotz aller Sparzwänge wollen viele Verbraucher jedoch nicht alle bisherigen Konsumgewohnheiten aufgeben. Belege dafür sind, dass sie sich auf die Weihnachtsmärkte freuen und beim Urlaub weniger Abstriche machen wollen.

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Die Umfrage fand vom 19. September bis 4. Oktober statt. Sie ist die fünfte derartige Untersuchung des Instituts seit Mai 2020.

Weitere Informationen: http://www.ikv.uni-saarland.de

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