Nach dem mutmaßlichen Mordanschlag auf den Dienstwagen von Innenminister Klaus Bouillon ermittelt mittlerweile die Generalstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Am Wagen des Innenministers waren nach kriminaltechnischen Untersuchungen an allen vier Rädern Schrauben gelockert worden. 

Hierzu erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union Saar, Johannes Schäfer: „Wir als Junge Union Saar sind erschüttert über einen solch feigen Anschlag auf das Leben unseres saarländischen Innenministers. Natürlich gilt es, zunächst die Ermittlungen und deren Ergebnisse abzuwarten. Dennoch erscheint es bereits nach derzeitigem Ermittlungsstand ausgeschlossen, dass ein Werkstattfehler vorlag. Wir müssen damit rechnen, dass Klaus Bouillon bewusst Schaden zugefügt werden sollte. Wir verurteilen dies zutiefst.“ 

Nach Ansicht der Jungen Union Saar hat die Verrohung der politischen Debatte in diesem Anschlag nun ihren vorläufigen traurigen Höhepunkt erlitten. Dazu erklärt Schäfer weiter: „Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Tat im Zusammenhang mit dem politischen Amt von Klaus Bouillon steht. Unserer Meinung nach führen politische Diskussionen, die auf dem Rücken einzelner Personen ausgetragen werden, genau zu solchen Situationen. Jeder, der sich am politischen Diskurs beteiligt, muss wissen, dass er auch eine Verantwortung hat. Wer in sozialen Medien gegen einzelne Personen hetzt und das möglicherweise auch noch auf der Grundlage falscher Zitate, der muss wissen, dass er damit die Meinung vieler Leser beeinflussen kann.“ 

„Es ist daher der richtige Zeitpunkt, eine Debatte über die Verrohung der Diskussionskultur in den sozialen Medien zu führen. Wir als Junge Union Saar fordern, dass alle politischen Parteien ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und in der Öffentlichkeit zu einer sachlichen Diskussionskultur zurückkehren. Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung garantiert uns viele Freiheiten. Aber müssen wir sie wirklich bis zum Äußersten ausreizen? Ist es wirklich nötig, dass ein Politiker mit einer imaginären Ohrfeige im Gesicht in einer Zeitung abgedruckt werden muss? Wir meinen: nein! Politiker sind auch nur Menschen und haben Familien, die häufig noch mehr unter persönlichen verbalen Angriffen leiden als die Person selbst. Wir als Junge Union Saar fordern daher von allen am politischen Diskurs Beteiligten ein verbales Abrüsten!“, so Schäfer abschließend. 

Mehr dazu: 

„Wenn sich der mutmaßliche Anschlag bewahrheitet, ist das ein Angriff auf die Grundfeste unserer Gesellschaft“