Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, besucht das HIL-Werk in St. Wendel Foto: BMV

Am Freitag haben Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsident Tobias Hans, Landrat Udo Recktenwald und Bürgermeister Peter Klär eine gemeinsame Erklärung für eine Stärkung des HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werkes im saarländischen St. Wendel und damit zugleich einen Beitrag der Bundeswehr zur Stärkung der Region unterzeichnet.

Darin bekräftigen sie ihre Absicht, das örtliche HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werk in St. Wendel als Standort modern und zukunftsfähig zu entwickeln. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärt hierzu: „Wir als Bundeswehr brauchen eine zukunftsfähige, resiliente Heeresinstandhaltung, um unsere Aufgaben in der Landes- und Bündnisverteidigung wie auch in unseren internationalen Einsätzen erfüllen zu können.“ Sie schlug deshalb allen Beteiligten von Bund, Land, Landkreis und Kommune eine Wette vor, dass in 24 Monaten auf dem Gelände des HILHeeresinstandsetzungslogistik Werkes St. Wendel ein Spatenstich für die geplante und dringend erforderliche Kettenhalle vollzogen werden kann.

Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen BMVg, Land und Kommunen im HIL-Werk in St. Wendel
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„Die heutige Unterzeichnung der Absichtserklärung durch alle Vertreter soll als Appell für eine gemeinsame Kraftanstrengung für umfangreiche Investitionen in die Liegenschaft und in das Personal des Werkes verstanden werden„, so die Ministerin. Landrat Udo Recktenwald nahm den Ball gern auf und sagte: „Top, die Wette gilt!“ und sicherte von Anfang volle Unterstützung und Begleitung im Prozess zu. Ministerpräsident Tobias Hans betont: „Die geplanten erweiterten Investitionen in das HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werk in St. Wendel sind für das Saarland als Industriestandort von großer Bedeutung. Damit haben nicht nur die Beschäftigten des HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werkes eine sichere und hoffnungsvolle Zukunftsperspektive, sondern es entstehen zusätzliche neue Arbeitsplätze. Die saarländische Landesregierung, die seit vielen Jahren vertrauensvoll mit den Bundeswehrstandorten im Saarland zusammenarbeitet, wird den Aufbau des Kompetenzzentrums „Kette“ nach besten Kräften unterstützen. Ich freue mich, dass mit diesen Investitionen der Bundeswehrstandort Saarland nachhaltig gestärkt wird.“

Landrat Udo Recktenwald unterstreicht: „Das HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werk gehört unverzichtbar zu unserer Region. Es genießt als Arbeitgeber, als Ausbildungsort, als professioneller Dienstleister der Bundeswehr einen hervorragenden Ruf – wie übrigens auch die Bundeswehr in unserer Region ein hohes Ansehen genießt. Auf vielen Ebenen haben wir für unser HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werk gekämpft. Ein Einsatz, der nun Früchte trägt. Unser Dank gilt daher vor allem Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsident Tobias Hans, unseren Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie unseren Kommunalgremien, die gemeinsam dafür sorgten, dass das HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werk in unserer Stadt eine sichere Zukunft hat.“

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Bürgermeister Peter Klär hebt hervor: „Die heutige Erklärung ist ein wichtiges Signal für die Beschäftigten und bietet eine sichere Zukunftsperspektive für das HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werk in St. Wendel mit seiner hoch anerkannten Ausbildungswerkstatt. Das Werk ist mit seinen rund 410 Angestellten einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Kreisstadt und von daher von großer Bedeutung für unseren Wirtschaftsstandort. Hinzu kommen zahlreiche junge Menschen, die hier ausgebildet und nun im Werk St. Wendel, aber auch in zahlreichen Betrieben der Stadt tätig sind. Ich freue mich deshalb sehr über die vielversprechende Zukunftsperspektive des hiesigen Werkes, die heute im Sinne unserer Stadt geschaffen wurde. Da wir als Stadt im weiteren Verlauf unter anderem im Baugenehmigungsverfahren beteiligt sein werden, geht es jetzt in einem nächsten Schritt um die gemeinsame Arbeit an den konkreten Vereinbarungen mit dem Bundesverteidigungsministerium.“

Investitionen in Infrastruktur und Personal bei den HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werken

Im Herbst 2019 hatte Bundesministerin Kramp-Karrenbauer entschieden, die HILHeeresinstandsetzungslogistik-Werke nicht an die wehrtechnische Industrie abzugeben, sondern dauerhaft als Teil der bundeseigenen HILHeeresinstandsetzungslogistik GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung zu bewahren und in den nächsten zehn Jahren ausgerichtet am militärischen Bedarf neu aufzustellen. Die Werksinstandsetzung soll künftig an zwei spezialisierten Kompetenzzentren mit den Schwerpunkten „Rad“ im brandenburgischen Doberlug-Kirchhain und „Kette“ – hier in St. Wendel – durchgeführt werden.

Die Bundeswehr plant am Standort St. Wendel in den nächsten zehn Jahren Investitionen im Umfang von bis zu 42 Mio. Euro in moderne Infrastruktur. Die bestehenden Arbeitsplätze werden langfristig gesichert und sogar bis zu 160 neue Arbeitsplätze geschaffen. So werden die HILHeeresinstandsetzungslogistik GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung und die Bundeswehr in der Region dauerhaft verwurzelt bleiben und als verlässlicher Partner der örtlichen Wirtschaft und als Teil der Gesellschaft vor Ort ihren Beitrag leisten.

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Um die Planungen sach- und zeitgerecht umzusetzen, werden die Bundeswehr und die örtlichen Behörden des Landes und der Kommunen eng zusammenarbeiten, zum Beispiel im Rahmen der vorzunehmenden Infrastrukturmaßnahmen oder von Genehmigungsverfahren. Mit Unterstützung aller Behörden und unter Bündelung der Kräfte und Kompetenzen werden die Infrastrukturvorhaben im gesetzlich vorgegebenen Rahmen so zügig wie möglich realisiert werden. Mit der nun unterzeichneten Erklärung gewinnen die gemeinsamen Bestrebungen deutlich an Verbindlichkeit und Planbarkeit. Darin wurden die Investitionsmaßnahmen bis 2031 umrissen und die Unterstützung des Landes und der Kommunen bei der Durchführung unterstrichen.

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