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    Homburg | Unsere Stadt digital neu entdecken – mit der App Actionbound durch Homburg

    Ab sofort ist es möglich, unsere Stadt auf digitalem Weg neu zu erleben. Möglich macht das die App Actionbound. Die wurde jetzt durch die Schulleitung des Saarpfalz-Gymnasiums, Lehrer, Schüler und Vertreter des Saarpfalz-Kreises vorgestellt.

    Es handelt sich bei Actionbound um eine App, die Interessierte jeden Alters dazu einlädt, bei einem gut zweistündigen Rundgang durch Homburg in die Zeit ab 1818 einzutauchen. Die Nutzer erfahren über ihr Smartphone die Streckenführung (4,5 Kilometer) und über ein mit Bildern, Musik und Hörspielen untermaltes Quiz Wissenswertes über die Stadt. Die App kann man sich bereits zu Hause aus dem App-Store downloaden, Start und Ende des Bounds sind am Enklerplatz.

    So funktioniert Abtionbound:

    Grundsätzlich kann jeder innerhalb der App also neue Bounds erstellen. Man kann beispielsweise Rätsel, Herausforderungen und Medieninhalte mit den vielfältigen Spielelementen wie GPS-Locations, QR-Codes und Mini-Games kombinieren.

    Ideengeberin für das Homburger Bound-Projekt ist Dr. Jutta Schwan vom Fachbereich Kultur und Heimatpflege des Saarpfalz-Kreises. Für die Umsetzung des Action-Bounds hat sich beim Saarpfalz-Gymnasium ein interessiertes Schülerteam unter Federführung der Informatiklehrerin Stefanie Jennewein gefunden. Charlotte Sailer, Benedikt Lothschütz und Johannes Jene, Schüler der 11. Klasse Seminarfach Informatik, ist es mit viel Enthusiasmus gelungen, eine digitale Schnitzeljagd als Zeitreise durch die bayrische Vergangenheit Homburgs zu erstellen.

    Landrat Dr. Theophil Gallo (5. v. r.) überreichte vor der Bäckerei Schäfer ein Dankeschön an Stephanie Jennewein (2. v. r.) sowie Charlotte Sailer und Benedikt Lothschütz (4. und 3. v. r.). – Foto: Beate Ruffing

    Dr. Jutta Schwan und Martin Baus, M. A., von der Siebenpfeiffer-Stiftung stellten den Schülerinnen und Schülern die Materialien zum historischen Hintergrund zur Verfügung und unterstützten sie bei Fragen zu geschichtlichen Zusammenhängen. „Die Jugendlichen haben das ganz toll gemacht. Sie waren sehr gut vorbereitet und haben ihre eigenen Vorschläge mit eingebracht“, lobt Dr. Jutta Schwan das außerordentliche und nicht selbstverständliche Engagement der Schüler.

    Der La-Baule-Platz, das Siebenpfeiffer-Haus, das Amtsgericht, der Bahnhof oder der Freiheitsbrunnen liegen auf dem Weg. Zu den einzelnen Stationen – es sind 16 an der Zahl – soll jedoch nicht allzu viel vorweggenommen werden. So viel: Die Teilnehmer erfahren Historisches aus der Sicht von Persönlichkeiten wie Otto von Bismarck (1815 – 1898), der einst auch Homburg aufsuchte. Oder sie schlüpfen in die Rolle von Regina Wirth, Ehefrau von Johann Georg August Wirth, einem der Mitorganisatoren des Hambacher Festes. Mit der Katholischen Kirche St. Michael, dem Wahrzeichen Homburgs, sei ein Ort genannt, an dem es besondere Geheimnisse seiner Epoche zu lüften gilt. Die neoromanische Saalkirche wurde von dem königlichen Zivilbauinspektor August von Voit – der auch die Pinakothek in München plante – entworfen, 1840 wurde sie fertiggestellt und 1841 eingeweiht. Wer weiß beispielsweise, dass in St. Michael Teile des Brautkleides der Herzogin Maria Amalia von Pfalz-Zweibrücken zu sehen sind?

    Die Teilnehmer des Rundgangs werden sicher auch Denkmäler und Bauten als Hinterlassenschaft der bayrischen Zeit (1818 bis 1919) der heutigen Saarpfalz ganz neu entdecken. Die Traditionsbäckerei Schäfer liegt nun auf dem Weg zu einer der weiteren Stationen, dem Saarpfalz-Gymnasium. Sie wird in Zukunft das Projekt unterstützen, indem sie die Entdecker dazu einlädt, auf ihrem Rundgang einzukehren. Diese werden dann mit einer Nascherei als Wegzehrung bedacht.

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