Bunte Augen, handgearbeitet aus Metallplatten, zieren die Außenwand der Eingangsseite zum Kreisjugendamtsgebäude. Es sind Kinderaugen, die auf die Welt blicken, auf die Gesellschaft, auf das Verhalten der Erwachsenen.

Die lange Tradition der „Kunst am Bau“ brachte Klaus Guido Ruffing, Geschäftsbereichsleiter Kinder, Jugend, Familie und Gesundheit im Saarpfalz-Kreis, auf die Idee zu diesem Kunstprojekt. Die Kunst am Bau setzt sich generell mit dem Inhalt und der Funktion des Gebäudes auseinander. Sie kann ein Bauwerk unterstreichen, dessen Akzeptanz und Identifikation fördern und dem Standort ein zusätzliches Profil verleihen. Das Kreisjugendamt betreffend symbolisieren die Augen die benötigte Aufmerksamkeit und liebevolle Zuwendung, die den Kindern und Jugendlichen von Seiten der Erwachsenen gebührt. Aber auch mit Blick auf die Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit, die im selben Gebäude beheimatet ist, ermöglichen die Augen eine bestimme Symbolik, nämlich dass wir uns um eine gute Ausbildung für unsere Kinder und unsere Jugendlichen kümmern müssen.

Die Augen stehen für die Kinder dieser Welt. So waren auch zwölf Kinder und Jugendliche am Kunstprojekt beteiligt, das durch die Freie Kunstschule Saarpfalz-Kreis ARTefix im Rahmen des Bundesprojektes „Partnerschaft für Demokratie“ realisiert werden konnte. Für die künstlerische und fachliche Anleitung zeichnete Barbara Hilgers verantwortlich.

Der Weltkinder-Tag in diesem Jahr wurde bewusst für die offizielle Präsentation des Kunstprojektes gewählt. Landrat Dr. Theophil Gallo begrüßte die Gäste und bedankte sich bei allen Akteuren für die ansprechende Idee und die gelungene Ausführung. „Dieses Kunstprojekt ist ein wunderschönes Symbol, das in unsere Zeit passt. Ja, wir müssen ganz genau hinschauen. Das gilt für viele Bereiche. Das gilt für die Kinder, die unsere Zukunft sind, und das gilt für unsere Demokratie, um die wir uns wie um ein Kind kümmern müssen, damit sie nicht unter die Räder kommt.“

Landrat Dr. Gallo freute sich sehr über die Anwesenheit von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, die erst zwei Tage zuvor in ihrem Amt vereidigt wurde. Es sei ihre erste bildungspolitische Veranstaltung, die sie als Nachfolgerin von Ulrich Commerçon sehr gerne im Saarpfalz-Kreis, in ihrer Heimat, wahrnehme, sagte die Ministerin. Sie lobte den Saarpfalz-Kreis hinsichtlich bildungspolitischer Projekte, Demokratieerziehung und Nachhaltigkeit. Das Kunstwerk betrachtete sie mit voller Anerkennung.

Auch Veronika Kiesel hatte Grund zur Freude: „Das Kunstprojekt ist während der Sommerakademie in Blieskastel durchgeführt worden. Ich finde es großartig, dass Eltern ihren Kindern ermöglichen, Kunstkurse zu belegen und dadurch ihr Talent entdecken können.“ Nicht zuletzt verwies die Organisatorin von ARTefix auf die Aussage des italienischen Dichters und Philosophen Dante Alighieri, auf deren Symbolkraft das Kunstprojekt basiert: „Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.“ Nicht nur Veronika Kiesel findet: „Der Spruch geht ans Herz.“ Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen sorgte die Trommelgruppe Tam- Tam unter der Leitung von Michael Wack für ein stimmvolles Ambiente im Freien.

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