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Der historische Marktplatz füllte sich früh an diesem Freitagabend. Von allen Seiten strömten die Besucher auf den wunderschön geschmückten Platz im Herzen von Homburg. Der Anlass hätte kein besserer sein können. Der Homburger Nikolausmarkt wurde eröffnet – zum 50. Mal.

Als Bürgermeister Manfred Rippel später den Vergleich zog, dieses Jubiläum sei „eigentlich wie die goldene Ehe“, wirkte das auf keinen Fall wie ein gefälliger Satz für die Bühne. Es klang eher wie eine ehrliche Wertschätzung aus dem Alltag eines Mannes, der genau weiß, wie tief dieser Markt in Homburg verwurzelt ist – und wie viele Menschen ihn Jahr für Jahr mittragen.

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Gesanglich wurde man auf dem Platz mit Klängen des Johanneum-Kinderchors begrüßt, bevor Rippel die Gäste ruhig und gut gelaunt begrüßte: Kultusministerin Christine Streichert-Clivot, den Beigeordneten Raimund Konrad, Mitglieder des Stadtrats, Verantwortliche aus den Stadtteilen, viele vertraute Gesichter. Er sprach über das, was man sieht – die abwechslungsreichen Buden, die bunten Lichter, den traditionellen Weihnachtsbaum –, und über das, was man selten bemerkt: den Bauhof, der aufbaut, schmückt und räumt; die Kulturgesellschaft, die organisiert; das Reinigungsteam, das früh beginnt und spät aufhört.

Ein Moment der Eröffnung bekam besonderen Nachdruck: der Dank an jene, die mehr tun, als man von außen sieht. Als Bürgermeister Rippel von den Sponsoren sprach, war spürbar, dass es ihm darum ging, etwas klarzustellen, das im Alltag so leicht übersehen wird. Viele der großen Formate der Stadt – vom Nikolausmarkt über die Lichter-Show bis hin zum Klassik-Open-Air oder dem neuen Rosenmontag und dem Engagement für den FC 08 Homburg – wären ohne verlässliche Partner nicht denkbar. Und so nannte er zwei Namen, die Homburg seit Jahren begleiten: Dr. Theiss Naturwaren und die Familie Nardi. „Ohne dieses Arrangement würde vieles in unserer Stadt nicht funktionieren.“ Es war weder eine Floskel, noch ein Pflichtdank – eher ein Hinweis darauf, wie sehr die Stadt von Menschen getragen wird, die sich verantwortlich fühlen und etwas bewegen, um zu unterstützen und etwas zu bewirken. Der Applaus zeigte, wie sehr seine Worte bei den Menschen Anklang fanden.

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Foto: Stephan Bonaventura

Bevor die Drohnen den Himmel zeichneten, gehörte die Bühne jenen, die an diesem Abend die jüngsten Stimmen der Stadt vertraten. Die „Homburger Schreibfeder“, eine Initiative des Lesefestes HomBuch in Zusammenarbeit mit Bestsellerautor Markus Heitz, feierte ihre Premiere. Mehr als 100 Geschichten waren eingereicht worden. Handgeschrieben. Zwei Seiten maximal. Nicht, weil es ein Schulprojekt war, sondern weil Kinder Lust hatten, sich für einen Moment frei zu erfinden. Was die Jury besonders bemerkte, war die Spannbreite der Beiträge: sehr unterschiedliche Stimmen, Themen und Ansätze, die deutlich machten, wie frei sich viele Kinder an die Aufgabe herangetraut hatten.

Foto: Stephan Bonaventura

Die HomBuch-Vertreter Hans-Joachim Burgardt, Vera Backes und Julia Johannsen standen gemeinsam mit Franziska Maria Zadra und Dieter Morgenroth vom Lions-Club auf der Bühne. Man konnte erkennen, wie viel Arbeit hinter diesem Wettbewerb steckt – und wie viel Freude. Vera Backes brachte es auf ihre Weise auf den Punkt: „Damit haben wir nicht gerechnet, das war der totale Knaller.“ Autor Markus Heitz griff in seiner zugeschalteten Botschaft die Vielfalt der Texte auf: „Vom Horror-Clown über K-Pop-Story bis zu klassischen Märchen rund um Homburg oder an fiktiven Orten, mal in moderner Sprache, mal im altertümlichen Ton. Genau darum ging es uns beim Wettbewerb. Die Kreativität der Kids in Gang zu setzen und den Spaß am Schreiben konnte man deutlich erkennen.“

Als die Siegerinnen und Sieger nacheinander aufgerufen wurden, war der Jubel bei ihnen und den Eltern groß. Sichtlich stolz bestiegen sie die Bühne, ließen sich wohlverdient feiern.

Die Gewinner der „Homburger Schreibfeder“ 2025

5. Klassenstufe

1. Platz
„Magic Portal“ – Elena Jana Hoßfeld, Klasse 5eu, Gymnasium Johanneum

2. Platz
„Das Geheimnis des Glockenturmes“ – Magda Berta Heil, Klasse 5c, Christian von Mannlich Gymnasium

3. Platz
„Das Geheimnis vom Liemburger Wald“ – Malea Frerichs, Klasse 5eu, Gymnasium Johanneum

6. Klassenstufe

1. Platz
„Der Jäger und der Nembranus“ – Katharina Kaindel, Klasse 6a, Christian von Mannlich Gymnasium

2. Platz
„Ava und der Fluch von Hochburg“ – Nadini Halgamuge, Klasse 6e, Saarpfalz-Gymnasium

3. Platz
„Gefangen in einer anderen Welt“ – Sophia Hecker, Klasse 6d, Saarpfalz-Gymnasium

7. Klassenstufe

1. Platz
„Die Uhr in der Mauer“ – Malk Salim, Klasse 7b, GemS Neue Sandrennbahn

2. Platz
„Du bist spät dran“ – Hannah Alzarkaly, Klasse 7a, GemS Neue Sandrennbahn

3. Platz
„Die Dunkelheit des Schlossbergs“ – Anzhelina Bilousova, Klasse 7b, GemS Neue Sandrennbahn


Kultusministerin Christine Streichert-Clivot richtete ihre Worte an die Eltern: „Ich finde es wunderbar, wenn Sie mit Ihren Kindern lesen. Tun Sie das weiterhin. Das ist etwas ganz Herz erfüllendes für Sie selbst natürlich, aber auch vor allem für die Kinder. Und Sie tun ihnen damit einen sehr großen Gefallen. Weil Lesen der Schlüssel zur Welt ist. Und das Schreiben kommt danach. Ganz automatisch.“

Foto: Stephan Bonaventura

Als der Nikolaus mit seinen Engeln die Treppen zum Alten Rathaus betraten, gab es für die unzähligen Kinder Geschenke. Danach richteten sich die Blicke allmählich nach oben. Vom Schlossberg aus stiegen rund 200 Drohnen in den Himmel. Erst als glimmende Punkte, dann als choreografierte Figuren, die sich drehen, falten, auseinandergehen, wieder zusammenfinden. Ein unglaubliches Spektakel am winterlichen Abendhimmel über Homburg. Die Drohnen formten zu weihnachtlicher Musik die schönsten Formen und Symbole in bunten Farben. Die Menschen kamen aus dem Staunen kaum heraus, sie fotografierten, filmten und klatschten Applaus, so etwas hat Homburg und das Saarland noch nicht gesehen. Ein Highlight, das seinesgleichen sucht.

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Mehr Informationen

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Der Nikolausmarkt läuft noch bis 7. Dezember. Die Eröffnung hat bereits gezeigt, warum dieses Fest nach fünf Jahrzehnten nicht müde wird. Es liegt an den Menschen, die es tragen. An jenen, die im Hintergrund arbeiten. An denen, die ihr Engagement nicht an Bedingungen knüpfen. Nikolausmarkt Homburg – du bist großartig.

Foto: Stephan Bonaventura

Programm Nikolausmarkt:

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