Bei der Präsentation des neuen Werkes von Hermann Theophil Juncker (sitzend): Landrat Dr. Theophil Gallo, Martin Baus (Geschäftsführer der Siebenpfeiffer-Stiftung), Stefan Gessner (Vorstand Siebenpfeiffer-Freundeskreis), Gunnar Feth und Paulina Kruszynski (v. l.). - Foto: Sandra Brettar
Anzeige

Der Homburger Künstler Hermann Theophil Juncker hat im Auftrag des Saarpfalz-Kreises für die Siebenpfeiffer-Stiftung ein neues Werk gemalt.

Für die Präsentation auf Einladung von Landrat Dr. Theophil Gallo und der Familie Juncker schuf Einrichtungsleiterin Nina Göbel-Jung im Diakoniezentrum Haus am Schlossberg ein schönes Ambiente. Auch wenn Gemälde in der Regel immer Raum für Interpretationen lassen: Die Botschaft kommt unmissverständlich rüber – Frieden und Verständigung in Europa.

Landrat Dr. Theophil Gallo erinnerte in seiner Ansprache an Junckers Radierung anlässlich der 200-Jahr-Feier mit bemerkenswerten Ansichten des Saarpfalz-Kreises, welche als Geschenk zu besonderen Anlässen überreicht wird. Auch dankte er Ideengeber Gunnar Feth, dem Vorsitzenden des Freundeskreises der Siebenpfeiffer-Stiftung, der ein ähnliches Kunstwerk etwa als Besonderheit für den Siebenpfeiffer-Preis angeregt hatte.

Die Ansicht geht vollständig im Thema „Faszination Europa“ auf, mit dem der Saarpfalz-Kreis sowie die Kreisvolkshochschule nicht zuletzt im Europa-Wahljahr unterschiedliche Veranstaltungen überschreiben. „Es spielen mehrere Motive zu Europa eine Rolle. Einbezogen wird auch die USA, wohin der Kreis eine langjährige Partnerschaft pflegt. Sehr dankbar bin ich Hermann Theophil Juncker für die großartige künstlerische Umsetzung. Es bedurfte mehrerer Treffen, die ich nicht missen möchte, bis unsere Vorstellungen im wahrsten Sinne dieses Bild ergaben. Die gemeinsame Zeit des Austauschs fand ich sehr spannend und bereichernd“, zeigte sich Landrat Dr. Theophil Gallo sehr stolz auf das „ausdrucksstarke“ Ergebnis und führte weiter aus: „Wir brauchen Europa dringend, nicht nur als notwendig übergeordnete Instanz, die Frieden garantieren kann. Wir brauchen Europa auch, um uns im Gefüge weltweit agierender Interessengruppen – wirtschaftliche Interessen spielen eine ganz große Rolle – behaupten zu können. Das muss man all denen, die unter teilweise fadenscheinigen Gründen an dieser Institution herumkritteln und ganz klar Europa schwächen wollen, entgegenhalten. Ich habe immer öfter den Eindruck, dass diese Kritikaster entweder sich nur wichtig machen oder aber im Auftrag anderer, an einer Schwächung Europas interessierter Personen handeln.“

Anzeige

Harmonie und Verständigung in Europa als Malerei abzubilden, was ihm schließlich ans Herz gelegt wurde, sei ein schwieriges Thema gewesen, gab Hermann Theophil Juncker offen zu. Er verwies auf die Linie der eingesetzten Sterne neben den Staaten, die die zugehörigen Fahnen in sich tragen, und die zur Ukraine führen, über der wiederum unmittelbar eine große Friedenstaube schwebt. Die Hoffnung der Sterne und die Farbe Blau, die für Harmonie stehe, vermittelten die positive Aussicht, fasste der Künstler zusammen.

Im Kontext der Verständigung stand auch die musikalische Umrahmung der Veranstaltung durch die Liedermacherin Paulina Kruszynski, die in Saarbrücken lebt und polnische Wurzeln hat. „Unaufgeregt, ausdrucks- und gefühlvoll“, lobte Landrat Dr. Gallo ihre Beiträge.

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein