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Das zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland hat im Jahr 2021 eine erneute Umsatzsteigerung von 1,7 % zum Vorjahr erzielt. Dieser Anstieg wurde auch durch Preissteigerungen verstärkt. Einen großen Anteil an der positiven Entwicklung der Umsätze hatten die Handwerke für den gewerblichen Bedarf und das Gesundheitsgewerbe. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse aus den Umsatzsteuervoranmeldungen mit. Die Zahl der Beschäftigten im zulassungspflichtigen Handwerk sank im Jahresdurchschnitt 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %.

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In vier der sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks fielen die Umsätze im Jahr 2021 höher aus als 2020. Den stärksten Umsatzzuwachs verzeichneten mit 6,9 % die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, mit großen Umsatzsteigerungen im sehr gewichtigen Gewerbezweig Feinwerkmechaniker (+10,6 %). Auch das Gesundheitsgewerbe (+6,7 %) erwirtschaftete mehr Umsatz; dabei waren die Umsatzsteigerungen bei den Augenoptikern (+8,6 %) und Zahntechnikern (+9,6 %) besonders deutlich. Das Ausbau- (+2,6 %) und Kraftfahrzeuggewerbe (+1,0 %) meldeten im Jahr 2021 hingegen weniger starke Umsatzsteigerungen.

Der stärkste Umsatzrückgang war im Bauhauptgewerbe (-3,2 %) zu verzeichnen, was auf die Entwicklung bei den Maurern, Betonbauern und Straßenbauern (-4,7 %) zurückzuführen ist. Ursachen dafür könnten Lieferengpässe und Rohstoffknappheit bei einzelnen Baumaterialiengewesensein. Auch in den Handwerken für den privaten Bedarf (-3,1 %) gab es Umsatzverluste, ursächlich durch die negative Entwicklung bei den Friseurunternehmen (-5,6 %), die auch 2021 von pandemischen Einschränkungen betroffen waren. Im Lebensmittelgewerbe (-0,1 %) stagnierte der Umsatz.

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Beschäftigungsrückgang am deutlichsten in den Handwerken für den privaten Bedarf

In sechs der sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks waren im Jahr 2021 durchschnittlich weniger Personen beschäftigt als 2020. Hier zeigten sich weiterhin die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Im Jahr 2020 hatte es bereits den ersten Rückgang der Beschäftigung im Vorjahresvergleich seit fünf Jahren gegeben. So nahm 2021 die Zahl der Beschäftigten im Handwerk für den privaten Bedarf mit 8,0 % gegenüber dem Vorjahr am stärksten ab, insbesondere bedingt durch den Rückgang bei den Friseurunternehmen um 9,7 %. Nur im Ausbaugewerbe stieg die Beschäftigung leicht (+0,3 %).

Die vorläufigen Jahresergebnisse 2021 basieren auf der Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2020. Dadurch sind zwölf Gewerbezweige vom zulassungsfreien Handwerk in das zulassungspflichtige Handwerk gewechselt. Zusätzlich wurden in das zulassungsfreie Handwerk die beiden Gewerbezweige Holz- und Bautenschützer sowie Bestatter mit aufgenommen. Aufgrund der Veränderungen werden die Ergebnisse nach dem neuen Basisjahr 2020 dargestellt und die zeitliche Vergleichbarkeit der Insgesamt-Positionen mit früheren Ergebnissen ist eingeschränkt.

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