Zwei Landtagswahlen an einem Tag – und für die saarländischen Grünen fällt die Bilanz zwiespältig aus. Während in Mecklenburg-Vorpommern der Sprung zurück ins Parlament gelang, sorgt das Berliner Ergebnis für nachdenkliche Töne. Anne Lahoda, Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Saarland, meldet sich mit einer klaren Einordnung zu Wort.
An der Ostseeküste überwiegt bei den Grünen die Erleichterung. „Ich gratuliere den Grünen in Mecklenburg-Vorpommern herzlich zum Wiedereinzug in den Landtag“, erklärt Lahoda. Der Wiedereinzug eröffnet der Partei die Möglichkeit, an der Landespolitik aktiv mitzuwirken. Für Lahoda ist damit vor allem eines verbunden: dass Klima- und Umweltschutz auf der politischen Agenda nicht ins Hintertreffen geraten.
Deutlich verhaltener bewertet die Spitzenkandidatin den Ausgang in Berlin. Dort seien die Grünen in früheren Wahlen erkennbar erfolgreicher gewesen. Statt das schwächere Abschneiden schönzureden, plädiert sie für eine ehrliche Aufarbeitung. „Das Ergebnis in Berlin müssen wir dagegen gründlich und selbstkritisch analysieren“, so Lahoda.
Entscheidend sei nun, die Gründe für den Rückgang offen zu benennen und daraus Konsequenzen zu ziehen. „Jetzt gilt es, genau hinzuschauen, die Ursachen zu benennen und daraus die richtigen Lehren zu ziehen“, betont sie. Ein Signal, das über die Hauptstadt hinaus auch die eigene Basis im Blick behält.
Denn für das Saarland richtet sich der Blick bereits nach vorne. Bei der Landtagswahl 2027 wollen die Grünen geschlossen und entschlossen antreten. Lahoda umreißt die Marschrichtung mit dem Anspruch, eine Politik zu verfolgen, „die Klima und Natur schützt, soziale Sicherheit schafft und konkrete Lösungen für den Alltag der Menschen bietet“.
Damit verbindet die Spitzenkandidatin die bundesweiten Wahlergebnisse mit der eigenen Perspektive an der Saar. Die Botschaft ist deutlich: Erfolge motivieren, Niederlagen mahnen zur Selbstkritik – und beides fließt in die Vorbereitung auf das kommende Wahljahr ein.




















