Gewaltsamer Tod eines Gerichtsvollziehers

In Bexbach ist am heutigen Morgen ein Gerichtsvollzieher während der Ausübung seines Dienstes getötet worden. Das teilte das saarländische Ministerium der Justiz am Nachmittag mit. Details zu den Hintergründen des Geschehens wurden bislang nicht veröffentlicht.

Justizministerin Petra Berg reagierte mit großer Betroffenheit auf die Nachricht und sprach von einem tragischen Verlust für die saarländische Justiz. Sie würdigte den verstorbenen Mitarbeiter mit klaren Worten und betonte die tiefe Trauer, die in der Justizverwaltung spürbar sei.

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„Mit tiefer Erschütterung habe ich heute vom gewaltsamen Tod eines Mitarbeiters der saarländischen Justiz erfahren. Diese Nachricht lässt uns alle in Trauer und Fassungslosigkeit zurück. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen, Freunden sowie Kolleginnen und Kollegen des Verstorbenen. Dem hochgeschätzten Kollegen wurde im Dienst für unseren Rechtsstaat das Leben genommen. Dieser schreckliche Angriff auf einen Menschen, der sich tagtäglich in den Dienst der Gerechtigkeit stellte, macht uns tief betroffen. Die saarländische Justiz steht in dieser schweren Zeit fest an der Seite der Hinterbliebenen. Wir werden unserem Kollegen ein ehrendes Andenken bewahren.“

Nach Angaben des Ministeriums laufen die Ermittlungen zur Aufklärung des Geschehens bereits. Weitere Informationen sollen am morgigen Tag bekanntgegeben werden.

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Der Landesvorsitzende der CDU Saar, Stephan Toscani: „Die Nachricht aus Bexbach erschüttert uns. Ein Gerichtsvollzieher wurde bei der Ausübung seines Dienstes getötet, das ist ein zutiefst erschütternder Angriff auf einen Menschen, der für unseren Rechtsstaat im Einsatz war. Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Kolleginnen und Kollegen sowie allen, die ihm nahestanden. Ihnen gilt in dieser schweren Stunde unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme. Wir erwarten eine zügige und gründliche Aufklärung des Falls. Wer Menschen angreift, die unseren Staat und seine Ordnung vertreten, greift uns alle an.“

Ulrich Commerçon, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, zur Tötung eines Gerichtsvollziehers: „Die Nachricht aus Oberbexbach erschüttert uns zutiefst. Ein Gerichtsvollzieher wurde heute im Dienst getötet. Unsere Gedanken sind bei der Familie des Getöteten, seinen Freundinnen und Freunden und allen Kolleginnen und Kollegen. Den Angehörigen gilt unser tiefstes Mitgefühl. Wir stehen an ihrer Seite.“

Christian Prech, Bürgermeister der Stadt Bexbach via Social Media: „Die Nachricht über den tödlichen Angriff auf einen Gerichtsvollzieher in Oberbexbach hat mich tief erschüttert. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, die meinem Kenntnisstand zufolge in Bexbach zuhause ist. Eine solche Tat stellt einen Angriff auf den Rechtsstaat und somit einen Angriff auf uns alle dar. Ich denke in dieser schweren Zeit an die Angehörigen und wünsche ihnen viel Kraft. Zum Tathergang kann ich keine Angaben machen, da der Gerichtsvollzieher nicht im Auftrag der Stadt Bexbach tätig war. Ich bitte um Verständnis, dass ich mich deshalb auf diese persönliche Stellungnahme beschränke.“