50 and 20 euro banknotes
Foto: Ibrahim Boran
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Die Hoffnung auf einen schnellen Geldsegen aus Berlin hat sich für Zweibrücken vorerst zerschlagen. Bei der ersten Vergaberunde der sogenannten Sportmilliarde – dem Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten – ging die Stadt leer aus. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages berücksichtigte keines der eingereichten Projekte in der ersten Tranche, wie die Stadtverwaltung am 24. April 2026 mitteilte.

Oberbürgermeister Dr. Marold Wosnitza machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, gab sich aber kämpferisch: „Natürlich ist die Enttäuschung groß, dass unsere Projekte in dieser ersten Runde keine Berücksichtigung gefunden haben. Gerade angesichts des erheblichen Sanierungsbedarfs unserer Sportinfrastruktur hätten wir uns hier ein positives Signal gewünscht.“ Aufgeben komme allerdings nicht in Frage. Die Sportmilliarde werde in mehreren Tranchen vergeben, und die Stadt werde die kommenden Chancen entschlossen nutzen. „Unsere Projekte sind gut vorbereitet und weiterhin dringend notwendig – wir bleiben dran“, so Wosnitza.

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Konkret hatte Zweibrücken mehrere Vorhaben ins Rennen geschickt. Im Mittelpunkt standen die Sanierung des Hallenbades „Badeparadies“ und des Freibades an der Schließ – zwei Einrichtungen, deren Modernisierungsbedarf seit langem bekannt ist. Für den Bäderbereich existiert jedoch ein eigenständiges Förderprogramm, bei dem die Stadt nun erneut Anträge einreichen will. Zusätzlich hatte sich Zweibrücken mit der Sanierung eines Sportplatzes des TSC Zweibrücken beworben. Auch dieses Projekt bleibt auf der Agenda, denn innerhalb der Sportmilliarde stehen noch zwei weitere Förderrunden aus.

Ganz ohne Fortschritte bei der Sportinfrastruktur steht die Rosenstadt allerdings nicht da. Unabhängig vom Bundesprogramm laufen bereits Arbeiten an den Umkleide- und Sanitäranlagen im Westpfalzstadion. Finanziert wird diese Maßnahme über den „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“, aus dem Zweibrücken insgesamt rund 30 Millionen Euro erhält. Dieses Geld fließt in unterschiedliche Bereiche – vom Straßenbau über Schulgebäude bis hin zur sportlichen Infrastruktur.

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Die Absage aus Berlin ist also ein Rückschlag, aber kein Stillstand. Die Stadtverwaltung kündigte an, die weiteren Entwicklungen im Rahmen der Bundesförderung genau zu beobachten und ihre Anträge mit Nachdruck weiterzuverfolgen. Entscheidend wird sein, ob Zweibrücken in den kommenden Vergaberunden besser abschneidet – und ob das gesonderte Bäderprogramm den dringend benötigten Zuschuss für Hallenbad und Freibad bringt. Die Projekte liegen bereit, die Notwendigkeit ist unbestritten. Jetzt muss der politische Wille in Berlin folgen.

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