Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes/ Dock 11
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Das Saarland legt nach: Der Dock 11 Comic Award geht in seine zweite Auflage und lobt erneut 5.000 Euro für herausragende Arbeiten aus den Bereichen Comic und Graphic Novel aus. Hinter dem Förderpreis stehen das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie sowie Dock 11, die Plattform der saarländischen Kreativwirtschaft. Bewerbungen sind ab sofort möglich, der Einsendeschluss ist auf den 30. September 2026 datiert.

Der Auftakt im Jahr 2024 hatte gezeigt, dass es im Saarland mehr als nur eine Handvoll Stimmen in diesem Genre gibt. Damals ging die Auszeichnung an Eric Heit für seine Graphic Novel „Offbeat-Knight“. Nun soll die Fortsetzung weitere Talente sichtbar machen und ihnen eine handfeste Grundlage für die nächsten Karriereschritte verschaffen, sei es bei der Markterschließung oder bei der Professionalisierung des eigenen Schaffens.

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Gerade im Comic-Bereich liegen erzählerisches Handwerk, Kommunikationsdesign und digitale Inhalte eng beieinander – ein Feld mit wirtschaftlichem Potenzial, das im Saarland bisher jedoch kaum eigene Strukturen ausgebildet hat. Genau diese Lücke will der Award schließen. Er rückt den Nachwuchs in das Rampenlicht einer öffentlichen Gala, investiert mit dem Preisgeld gezielt in Karrierewege und ergänzt das bestehende Förderportfolio von Dock 11, das unter anderem Messeauftritte und Veranstaltungen zur wirtschaftlichen Professionalisierung umfasst.

Wirtschaftsminister Jürgen Barke wird die Auszeichnung persönlich überreichen. „Künstlerinnen und Künstler der Comic- und Graphic-Novel-Szene verbinden herausragendes Storytelling, kreatives Character Design und zeichnerisches Können mit großem Engagement und Ausdauer“, betont Barke. Die Branche wachse auch im Saarland, und der Award solle den Talenten die Möglichkeit geben, „ihre Geschichten weiterzuentwickeln, neue Leserinnen und Leser zu erreichen und ihre kreative Arbeit sichtbar zu machen“.

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Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury, die nach künstlerischen Maßstäben ebenso urteilt wie nach Originalität, Vermarktbarkeit und wirtschaftlichem Potenzial. Mit dabei ist in diesem Jahr Comicautorin Elizabeth Pich, die in Saarbrücken lebt und unter anderem für die New York Times und Bloomberg arbeitet. Ergänzt wird das Gremium durch den Comiczeichner Bernd Kissel, bekannt unter anderem für die Känguru-Comics bei ZEIT Online und die „SaarLegenden“, durch Johanna Maierski, Verleger*in und Art Direktor*in des Berliner Projektraums Colorama, sowie durch Prof. Dr. Christian Klein von der Universität des Saarlandes, dessen Forschungsschwerpunkt unter anderem auf dem Medium Comic liegt.

Die Teilnahmebedingungen sind klar umrissen: Gefordert ist ein Hauptwohnsitz im Saarland, bei Freiberuflern und Personengesellschaften ein entsprechender Geschäftssitz, bei Kollaborationen mindestens eine im Saarland ansässige Person. Wer sich bewirbt, darf bislang höchstens zwei Verlagsveröffentlichungen vorweisen. Die eingereichte Arbeit kann veröffentlicht oder unveröffentlicht sein, darf aber nicht vor dem 11. November 2024 entstanden sein. Eingereicht werden kann in jeder Sprache, idealerweise mit deutscher, französischer oder englischer Übersetzung. Die Online-Bewerbung läuft über dock11.saarland.

Die öffentliche Preisverleihung steigt am 3. Dezember 2026 ab 19 Uhr in der Eventlocation Zum Hirsch in der Saargemünder Straße 11 in Saarbrücken. Auf dem Programm stehen eine Podiumsdiskussion der Jury, eine musikalische Comiclesung von Andreas Möller (The Loner Comics) und Pianist Stefan Münzer sowie eine Lesung von Jurypräsidentin Elizabeth Pich aus ihrem neuen Buch „Fungirl Forever“. Anmeldungen sind über die Webseite von Dock 11 möglich.

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