Symbolbild

Zur Präsentation aktueller Zahlen zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Jahr 2021 durch das Statistische Bundesamt sagt der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer:

„Die Zahl der Anerkennungen erreicht nicht mehr annähernd das Niveau, das wir brauchen, und wächst nur noch langsam. Die Zuwanderung in den Pflegeberuf scheitert noch viel zu oft an hohen bürokratischen Hürden und vor allem zu langsamen Anerkennungsverfahren in den Bundesländern. In vielen Ländern der Welt, die eine umgekehrte demografische Entwicklung aufweisen, warten gut ausgebildete Pflegekräfte darauf, in der Pflege in Deutschland gut bezahlt arbeiten zu können. Die Pflege braucht endlich eine Überholspur bei der Anerkennung.

Neben möglichst unkomplizierten Zugangsmöglichkeiten in den Beruf und einer Stärkung der Ausbildung ist die Zuwanderung ein wichtiger Baustein, um die pflegerische Versorgung einer weiter steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen zu gewährleisten und die Pflege vor dem Kollaps zu bewahren. Aber hierfür fehlt ganz offensichtlich der politische Wille. Schon längst hätte die Politik gemeinsam mit den Verbänden ein spezifisches Verfahren zur Anwerbung und Anerkennung internationaler Pflegekräfte entwickeln müssen. Dazu gehören One-Stop-Anlaufstellen für Pflegekräfte in verschiedenen Herkunftsländern, wo schnell und unkompliziert Visaerteilungen und Anerkennungen von Berufsabschlüssen zusammengeführt werden.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 13.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseinsvorsorge.

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