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Durch die Coronakrise verzichten immer mehr Menschen in Deutschland auf tägliche Fahrten mit dem Auto und wollen auch künftig die täglichen Autofahrten reduzieren. Gleichzeitig sollen künftig mehr der täglichen Fahrten mit dem Fahrrad erledigt werden. Auch Flugreisen will die Bevölkerung in Zukunft zunehmend vermeiden. Das hat eine repräsentative Umfrage von mehr als 3.000 Personen ergeben, die von Umweltpsychologinnen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zwischen Anfang April und Ende Juni 2020 durchgeführt wurde.

Gegenüber einer vergleichbaren Umfrage aus dem Vorjahr fuhren täglich 5 Prozent weniger Deutsche mit dem Auto; 30 Prozent der Befragten haben ihre Wege stattdessen lieber mit dem Fahrrad erledigt. Ein Großteil würde auch langfristig gerne häufiger das Auto stehen lassen: 44 Prozent der Befragten wünschten sich, künftig mehr Rad fahren oder zu Fuß gehen zu können; 2019 waren es lediglich 34 Prozent.

Aus den Ergebnissen geht zudem hervor, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger in Zukunft auf Flugreisen verzichten wollen. So gaben im Vorjahr lediglich 2 Prozent an, weniger mit dem Flugzeug verreisen zu wollen; in diesem Jahr ist die Zahl auf 7,5 Prozent gestiegen. Über 60 Prozent der Befragten haben für die kommenden 12 Monate weniger Flugreisen geplant.

„Dass sich das Mobilitätsverhalten verändert hat, liegt sicherlich auch an den coronabedingten Kontaktbeschränkungen“, erklärt Prof. Ellen Matthies vom Institut für Psychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die Ergebnisse der Studie. „Die Menschen mussten weniger Wege zurücklegen, um zum Beispiel zur Arbeit zu kommen oder ihre Kinder zur Schule zu bringen.“

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Dabei seien die Befragten nicht vermehrt auf das Auto umgestiegen, um den öffentlichen Nahverkehr zu meiden, sondern der generelle Wunsch nach umweltfreundlicher Mobilität habe sich verstärkt. Für den Verzicht auf Flugreisen sei vor allem die Unsicherheit der Rückreise sowie das finanzielle Risiko ausschlaggebend. Aber auch der Wunsch, künftig umweltfreundlicher reisen zu wollen, spiele bei der Entscheidung gegen das Flugzeug eine wichtige Rolle.

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1 KOMMENTAR

  1. Alles klar, sobald ein COVID-19 Impfstoff da ist, der dem ganzen Volk bereitgestellt werden kann, ändert sich die Meinung wieder. Wen interessiert sein Geschwätz von gestern dann noch? Zugegeben, mein Urlaubsgeld ist auch auf einem Tagesgeldkonto für 12 Monate angelegt worden, dieses Jahr gibt es kein Urlaub. Es wird sich meinerseits bemüht nicht an COVID-19 erkranken.

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