Foto: Oliver Dietze
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Bücher kennen keine Landesgrenzen – und genau darauf baut ein Preis, der nun bereits zum 14. Mal vergeben wurde. Der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis holt herausragende Kinder- und Jugendliteratur aus beiden Ländern ins Rampenlicht und schlägt dabei eine Brücke über den Rhein. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf der Kategorie Kinderbuch.

Seit 2013 gehört die Auszeichnung fest zur Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse und sorgt dafür, dass Geschichten aus dem jeweiligen Nachbarland gelesen, diskutiert und übersetzt werden. Ins Leben gerufen hat den Preis Yvonne Rech, Gründerin der Messe. Ihr Grundgedanke: den literarischen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich lebendig zu halten und Verlage auf Werke aufmerksam zu machen, die bislang nur in einer Sprache zu haben sind.

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Für Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot ist der Preis weit mehr als eine kulturelle Geste. „Geschichten eröffnen uns neue Perspektiven und lassen uns andere Lebenswelten, Sprachen und Kulturen entdecken“, sagte sie. Die Messe biete dafür mit ihrem internationalen Charakter den idealen Rahmen, weil sie Literatur, Autorinnen und Autoren sowie junge Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenbringe und die kulturelle Vielfalt Europas unmittelbar erlebbar mache.

Besonders die Verbindung von Leseförderung und interkultureller Erfahrung hob die Ministerin hervor. Der Preis wecke die Freude am Lesen und öffne jungen Menschen zugleich den Blick auf andere Sprachen und Kulturen. „Gerade hier im Saarland wissen wir, wie wichtig Begegnung und gegenseitiges Verständnis für ein gemeinsames Europa sind“, betonte sie mit Blick auf die grenznahe Lage der Region.

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Ausgezeichnet werden jedes Jahr je eine Autorin oder ein Autor aus beiden Ländern. In diesem Durchgang ging die Ehrung an Cornelia Franz und Meike Töpperwien für „Das nennt man Glück“ sowie an Hervé Giraud für „Le cabane de la fin du monde“. Beide Auszeichnungen der Fachjury sind mit jeweils 6.000 Euro dotiert. Für Übersetzung und Veröffentlichung der prämierten Titel stehen zusätzlich jeweils 2.000 Euro bereit.

Seit 2024 hat auch der Nachwuchs ein gewichtiges Wort mitzureden. Der mit 500 Euro dotierte Preis der Jugendjury ging diesmal an Massuda Kassem und Melanie Garanin für „Chicken Survivor – Hühnchen süßsauer“ sowie an Delphine Roux und Gaëlle Duhazé für „L’échappée belle de Marta“. Dahinter steckt echte Lesearbeit: Zwei Schulklassen aus Deutschland und Frankreich setzten sich mit den zwölf nominierten Büchern auseinander, tauschten sich über die Titel aus und fällten ihre Entscheidung gemeinsam.

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Getragen wird der Preis von der Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit und der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken e. V. Das Ziel bleibt dasselbe wie am ersten Tag: aktuelle Literatur aus beiden Ländern sichtbarer zu machen und den Dialog zwischen zwei Nachbarn am Leben zu halten.

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