Cavaliere Giuseppe Nardi und Oberbürgermeister Michael Forster - Foto: Daniel von Hofen
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Ein feierlicher Moment im Trauzimmer des Homburger Rathauses: Zum ersten Mal fand dort eine Eintragung ins Goldene Buch der Stadt statt. Mit Giuseppe Nardi erhielt ein Mann diese besondere Ehre, den Oberbürgermeister Michael Forster als „Glücksfall für Homburg“ bezeichnete.

Knapp 50 Gäste, darunter Familie, Freunde und Wegbegleiter, waren dabei, als sich Nardi an seinem 59. Geburtstag im traditionsreichen Buch verewigte. Anlass war seine Auszeichnung mit dem italienischen Verdienstorden und die Ernennung zum Cavaliere della Repubblica Italiana im Januar dieses Jahres. Der kalligrafisch gestaltete Eintrag würdigt Nardis „Verdienste um die Kreis- und Universitätsstadt Homburg im wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich“.

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Foto: Daniel von Hofen

OB Forster betonte in seiner Ansprache die Besonderheit des Moments: „Das Goldene Buch wird nur zu besonderen Anlässen aus dem Tresor geholt. So wie am heutigen Tag, an dem Du, lieber Giuseppe, eine Seite der Stadtgeschichte schreiben wirst – und an dem die Stadt Homburg Dir auch einmal Danke sagt.“ Besonders hob er die Verbindung von Nardis unternehmerischem Wirken mit seinem vielfältigen Engagement hervor: „Dein Engagement macht unsere Stadt lebenswerter, liebenswerter, menschlicher, spannender, interessanter, reizvoller – unterhaltsamer.“

Nardis Unterschrift reiht sich in prominente Gesellschaft ein: Erst im November 2024 hatte sich Königin Silvia von Schweden in das Buch eingetragen. Forster erinnerte an die zahlreichen Projekte, die durch Nardis Unterstützung möglich wurden – vom Klassik Open Air über die Suppenküche auf dem Marktplatz bis zur HomBuch und zur Belebung des Schlossbergs. „Ob im Sport, in Bildung und Wissenschaft oder in Kunst und Kultur – Giuseppe Nardi bereichert das Leben in unserer Stadt auf vielfältige Weise. Er ist ein Gewinn für viele Menschen in Homburg und ein Glücksfall für unsere Stadt“, so der Oberbürgermeister.

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Cavaliere Giuseppe Nardi bei seiner Rede – Foto: Daniel von Hofen

Sichtlich bewegt zeigte sich Nardi in seiner Dankesrede: Die Gestaltung seines Eintrags empfinde er als „schön“ und „stilvoll“. Er sehe die Ehrung „als Ansporn für die Zukunft“. Besonders hob er die Bedeutung des Ordens hervor: „Mein Heimatland, das Heimatland meiner Eltern, hat etwas ganz Besonderes gemacht. Italien hat mir den Titel Cavaliere verliehen für Verdienste, die ich in Deutschland geleistet habe. Das ist ein Zeichen der Freundschaft zwischen beiden Ländern.“

Offen sprach Nardi auch über seine Herkunft: „Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Immer wenn in der Stadt etwas Gutes geschah, kam es auch mir zugute – sei es ein geschenktes Trikot oder eine Einladung zum Essen, was ich mir selbst nicht leisten konnte. Deshalb bin ich geprägt, zu teilen von dem, was ich erreicht habe.“ Seinen Dank richtete er auch an Prof. Dr. Peter Theiss, „der mich unterstützt und genauso denkt“.

Foto: Daniel von Hofen

Mit Blick nach vorne rief Nardi zum Engagement auf: „Ich wollte auch ein Stück meiner Heimat Italien an den Marktplatz bringen – das ist, denke ich, gelungen.“ Privates Engagement sei wichtig, damit Homburg seine Identität bewahre.

Mit der Eintragung am 14. August 2025 gehört Giuseppe Nardi nun zu den Persönlichkeiten, die Homburgs Geschichte sichtbar mitgestalten. Sein Name steht für gelebte Verbundenheit, Verantwortung und den Brückenschlag zwischen Deutschland und Italien.

Foto: Daniel von Hofen
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Alle Einträge im Goldenen Buch können auch digital auf der Internetseite der Stadt unter www.homburg.de durchgeblättert werden.

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