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Bundeskanzler Olaf Scholz hat am gestrigen Dienstag die Mitglieder des Expertengremiums zur wissenschaftlichen Begleitung der Covid-19-Pandemie zu einer konstituierenden Sitzung begrüßt. Bund und Länder hatten am 2. Dezember 2021 vereinbart, dass ein wissenschaftliches Expertengremium in Bundeskanzleramt eingerichtet werden und gemeinsame Vorschläge zur Pandemiebewältigung entwickeln soll.

Hierzu erklärt Bundeskanzler Olaf Scholz: „In Gesundheitsnotlagen muss die Politik weitreichende und schnelle Entscheidungen bei in der Regel begrenztem und sich ständig änderndem Wissensstand treffen. Angesichts dessen kommt der Vorbereitung und Begleitung politischer Entscheidungen durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine große Bedeutung zu. Auf diese Weise können die verschiedenen Aspekte – insbesondere aber auch die Folgen – von Entscheidungen besser beleuchtet und in die Abwägung einbezogen werden. Zugleich sorgen wir damit für mehr Akzeptanz und Transparenz.“

Das Expertengremium berät über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Coronavirus SARS-CoV-2 und erarbeitet auf dieser Grundlage Empfehlungen für die Pandemiebewältigung. Hierbei sind neben medizinischen und ethischen Fragestellungen insbesondere auch die Folgen von Pandemiebewältigungsmaßnahmen zu berücksichtigen.

Das Expertengremium ist mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammengesetzt. Hierdurch wird eine breite Debatte ermöglicht, aus denen dann gemeinsame Empfehlungen erwachsen können. Es wurde vereinbart, dass Prof. Kroemer den Vorsitz und Prof. Brinkmann den stellvertretenden Vorsitz übernehmen werden.

Bundeskanzler Olaf Scholz dankt allen teilnehmenden Expertinnen und Experten für die Bereitschaft, diese verantwortungsvolle ehrenamtliche Tätigkeit für unsere Gesellschaft auszuüben und gemeinsam mit den politischen Akteuren zur Bewältigung der Pandemie beizutragen. Denn die Pandemiebewältigung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Im Anschluss an die Auftaktsitzung hat das Expertengremium virtuell erstmals in einer Arbeitssitzung beraten.

Wissenschaftliches Expertengremium:

  • Prof. Reinhard Berner (Uni Dresden)
  • Prof. Cornelia Betsch (Uni Erfurt)
  • Prof. Melanie Brinkmann (TU Braunschweig)
  • Prof. Alena Buyx (TU München, Deutscher Ethikrat)
  • Prof. Jörg Dötsch (Deutsche Gesellschaft für Kinder- und  Jugendmedizin)
  • Prof. Christian Drosten (Charité)
  • Prof. Christine Falk (Medizinische Hochschule Hannover)
  • Prof. Ralph Hertwig (MPI für Bildungsforschung, Risikokommunikation)
  • Prof. Lars Kaderali (Uni Greifswald)
  • Prof. Christian Karagiannidis (Leiter ARDS und ECMO Zentrum Köln-Merheim)
  • Prof. Heyo Kroemer (Charité)
  • Prof. Thomas Mertens (STIKO)
  • Prof. Michael Meyer-Hermann (Uni Braunschweig)
  • Dr. Johannes Niessen (Gesundheitsamt Köln)
  • Dr. Viola Priesemann (MPI)
  • Prof. Leif Erik Sander (Charité)
  • Stefan Sternberg (Landrat Ludwigslust-Parchim)
  • Prof Hendrik Streeck (UK Bonn)
  • Prof. Lothar Wieler (RKI)
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