Wer einen Wald besitzt und ihn fit für die kommenden Jahrzehnte machen will, bekommt dafür künftig deutlich mehr Rückenwind vom Bund. Das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ (KWM) geht in eine neue Runde: Ab Januar 2027 stockt der Bund die jährlichen Mittel auf 200 Millionen Euro auf. Noch wichtiger für viele Interessierte: Seit dem 1. Oktober 2026 sind Erstanträge wieder möglich.
Dahinter steht ein klares Ziel. Wälder sollen widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels werden, der Hitze, Trockenheit und Schädlingen immer mehr Raum gibt. Das Geld richtet sich dabei nicht nur an private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, sondern ebenso an Kommunen, die Verantwortung für eigene Waldflächen tragen.
Das Programm ist kein Neustart, sondern eine konsequente Weiterentwicklung. Gestartet war es 2022 durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Seit 2024 wird es aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz finanziert, das im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit angesiedelt ist.
Wer die Förderung in Anspruch nimmt, geht eine langfristige Verpflichtung ein. Je nach Variante binden sich die Empfängerinnen und Empfänger für zehn oder sogar 20 Jahre an bestimmte Bewirtschaftungsregeln. Dazu zählen die Verjüngung und Durchmischung der Bestände mit standortheimischen Baumarten, das bewusste Belassen von Habitatbäumen und Totholz sowie Maßnahmen für besseren Bodenschutz und einen verbesserten Wasserrückhalt im Wald.
Im Saarland gibt es für alle Fragen rund um den Natürlichen Klimaschutz eine feste Anlaufstelle. Das ANK-Regionalbüro ist im Umweltministerium angesiedelt und wird von zwei Regionalmanagerinnen sowie zwei Klimamanagerinnen für Schutzgebiete getragen. Ihre Aufgaben reichen von der Beratung zu Bundesfördermitteln über die Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur konkreten Unterstützung lokaler Akteure.
Seit dem Start vor einem Jahr hat sich das Büro nach eigenen Angaben als verlässlicher Partner für Beratung, Vernetzung und Projektbegleitung etabliert. Gerade der Austausch mit Projektträgern und regionalen Partnern wurde in den vergangenen Monaten spürbar ausgebaut. Alle weiteren Details zum KWM-Programm und zur Antragstellung finden Interessierte online unter kwm.fnr.de, Informationen zum ANK im Saarland gibt es unter saarland.de/ank.



















