Foto: Bosch
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Wenn Sicherheitssysteme künftig nicht nur Alarm schlagen, sondern selbstständig nachschauen, was hinter einem Vorfall steckt, dann steckt oft Technik von Asylon dahinter. Bosch Ventures, der Wagniskapital-Arm des Stuttgarter Technologiekonzerns, steigt nun bei dem US-amerikanischen Robotikspezialisten ein. Ziel des Investments ist es, den Schutz kritischer Infrastruktur durch autonome, KI-gestützte Systeme entscheidend voranzubringen.

Asylon mit Sitz im US-amerikanischen Norristown entwickelt und betreibt Roboter, die dauerhaft reale Aufgaben in den Bereichen Sicherheit, Inspektion und Überwachung übernehmen. Für die Betreiber großer Anlagen ist das ein handfestes Problem: komplexe Standorte müssen rund um die Uhr im Blick behalten werden. Fliegende und fahrende Systeme des Unternehmens patrouillieren kontinuierlich, gehen Sicherheitsalarmen auf den Grund und liefern Informationen in Echtzeit.

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Der Nutzen liegt auf der Hand. Bedrohungen lassen sich früher erkennen, Reaktionszeiten verkürzen sich, und das Personal muss sich nicht mehr selbst in möglicherweise gefährliche Situationen begeben. Genau an diesem Punkt setzt die Zusammenarbeit an, die zwischen beiden Unternehmen längst besteht.

Denn das frische Kapital baut auf einer etablierten Technologiekooperation auf, die Asylon, Bosch und das Robotik-Ökosystem rund um Boston verbindet. Bereits heute ist die DroneIQ-Plattform von Asylon in Alarmsysteme integriert, die bei den Sicherheitslösungen von Bosch Building Technologies zum Einsatz kommen. Registriert das System ein Sicherheitsereignis, kann es automatisch eine autonome Untersuchung anstoßen – in der Luft durch das Drohnensystem Guardian, am Boden durch den sogenannten DroneDog. Dieser basiert auf der Roboterplattform Spot von Boston Dynamics und verbindet fortschrittliche Bodenrobotik mit Asylons Software.

„Asylon zeigt das Potenzial von Physical AI, kritische Prozesse sicherer und effizienter zu machen. Durch die Kombination autonomer Luft- und Bodensysteme bringt Asylon Robotik in anspruchsvolle reale Einsatzumgebungen“, erklärt Dr. Ingo Ramesohl, Co-Geschäftsführer von Bosch Ventures. Damit werden bestehende Sicherheitsstrukturen mit mobilen Systemen vernetzt und die Möglichkeiten menschlicher Teams erweitert, statt sie zu ersetzen.

Das Anwendungsfeld reicht dabei weit über den reinen Objektschutz hinaus. Asylon dehnt seine Technologie zunehmend auf weitere autonome Abläufe aus – etwa in der Fertigung, der Logistik, der Energiewirtschaft, in Rechenzentren sowie in der Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie. Unternehmen können damit wiederkehrende körperliche Aufgaben automatisieren, ihre Dokumentation verbessern und effizienter arbeiten. Nach Angaben des Unternehmens haben seine Systeme bereits mehr als 400.000 Einsätze und rund 400.000 Kilometer im autonomen Betrieb absolviert.

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Für Gründer und CEO Damon Henry ist der Einstieg von Bosch mehr als eine Finanzspritze. „Bosch ist seit Jahren ein äußerst wertvoller Technologiepartner und verbindet etablierte Alarminfrastruktur mit autonomen robotischen Reaktionen“, sagt er. Mit der Investition vertiefe man die Zusammenarbeit und schaffe zusätzlichen Mehrwert. Die Mittel sollen helfen, die Lösungen schneller zu skalieren, Abläufe bei Kunden weltweit zu verbessern und Kosten zu senken. Bosch sei der ideale Partner, um bei besonders anspruchsvollen Unternehmen Vertrauen aufzubauen.

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