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Wie sichern Autowerkstätten ihre Zukunft, wenn Software, Elektroantriebe und künstliche Intelligenz den Reparaturalltag von Grund auf verändern? Auf diese Frage will Bosch bei seinem Auftritt auf der Automechanika 2026 in Frankfurt am Main eine Antwort geben. Unter dem Leitmotiv „Master the job every day“ präsentiert der Technologiekonzern ein Bündel aus vernetzten Technologien, Trainings und Partnerschaften, das freie Werkstätten wettbewerbsfähig halten soll.

„Die Mobilität verändert sich rasant“, sagt Rupert Hoellbacher, Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Mobility Aftermarket. Der Anspruch des Unternehmens sei es, Werkstätten „nicht mit einzelnen Produkten, sondern mit einem intelligent vernetzten Gesamtsystem“ zu begleiten, das ihnen helfe, heute erfolgreich zu arbeiten und die Chancen von morgen wirtschaftlich zu nutzen. Dahinter steckt die Idee, Erstausrüstungskompetenz, Diagnose, Ersatzteile, Werkstattausrüstung und digitale Services in einem einzigen System zusammenzuführen.

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Einen zentralen Platz nimmt dabei die künstliche Intelligenz ein. Die neue Generation der Diagnosesoftware ESI[tronic] bringt einen integrierten KI-Assistenten mit, der Diagnosedaten auswertet, auf Reparaturanleitungen und Originaldokumente der Hersteller zugreift und daraus passende Lösungswege ableitet. Der Werkstattmitarbeiter gelangt so schneller zur richtigen Diagnose und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren: die eigentliche Reparatur des Fahrzeugs.

Bemerkenswert ist, dass Bosch bewusst technologieoffen bleibt. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden das Werkstattgeschäft noch auf Jahre prägen, während die Zahl der elektrifizierten Autos stetig wächst. Für den Diesel-Service stellt der Konzern in Frankfurt den Prüfstand DCP 800 vor, der die Prüfung von Common-Rail-Hochdruckpumpen beschleunigt. Parallel baut Bosch sein Thermomanagement-Portfolio aus, damit Werkstätten Kühl- und Klimasysteme vom Verbrenner bis zum Elektroauto aus einer Hand bedienen können.

Doch Technik allein reicht nicht. Über Werkstattkonzepte wie Bosch Car Service und AutoCrew verknüpft der Konzern moderne Ausrüstung, Software, Schulungen und eine internationale Marke zu einem Partnerpaket. Hinzu kommt das Flottengeschäft: Mit datenbasierten Services lassen sich Wartungsbedarfe früh erkennen und Standzeiten verringern. Für Werkstätten entstehen daraus wiederkehrende Serviceanlässe, eine bessere Auslastung und zusätzliche Einnahmen.

Einen wachsenden Stellenwert räumt Bosch der Kreislaufwirtschaft ein, die zunehmend zum wirtschaftlichen Faktor wird. „Nachhaltigkeit entscheidet sich im Aftermarket nicht in abstrakten Konzepten, sondern im konkreten Reparaturfall“, betont Carsten Kopp, Mitglied des Bereichsvorstands und zuständig für das Thema. Wer Komponenten wiederaufbereite und Fahrzeuglebenszyklen verlängere, schone Ressourcen und schaffe zugleich neue Geschäftschancen. Mit dem Austauschprogramm Bosch eXchange erzielte das Unternehmen 2025 rund 400 Millionen Euro Umsatz. In Frankfurt kündigten Bosch und PreZero zudem eine strategische Zusammenarbeit an, die Rohstoffe und Bauteile länger im europäischen Wirtschaftskreislauf halten soll.

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Dass Bosch Fahrzeuge über ihren gesamten Lebenszyklus begleiten will, zeigt sich auch am anderen Ende der Zeitachse. Mit neuen Ersatzteillösungen für frühe ABS-Systeme schließt Bosch Classic Versorgungslücken für historische Fahrzeuge. Und ein Jubiläum feiert der Konzern obendrein: Seit 100 Jahren produziert Bosch elektrische Scheibenwischersysteme – ein Symbol für die enge Verbindung zwischen Erstausrüstung und Aftermarket, die den gesamten Messeauftritt durchzieht.

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