Mit anschaulichen Materialien, kindgerechten Erklärungen und viel Spaß lernen die Kinder, welche Abfälle in die Biotonne gehören. Foto: Giusi Faragone
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Wie funktioniert eigentlich Mülltrennung – und warum lohnt sie sich? Diesen Fragen gehen die Kinder der Kita Luitpold in St. Ingbert seit Monaten auf den Grund. Im Rahmen eines laufenden MINT-Projekts bekamen sie nun Unterstützung von einem ungewöhnlichen Gast: TIBO, die Biogut-Tonne des Entsorgungsverbands Saar (EVS), machte Station in der Einrichtung und brachte den Mädchen und Jungen auf kindgerechte Weise bei, was in die Biotonne gehört – und was daraus werden kann.

Das Projekt, das sich seit geraumer Zeit mit naturwissenschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt, hatte den Boden für den Besuch bereitet. Die Kinder hatten sich bereits intensiv damit auseinandergesetzt, was mit Abfällen geschieht, nachdem sie in der Tonne landen. TIBO lieferte nun die anschauliche Ergänzung: Mit greifbaren Materialien und altersgerechten Erklärungen erfuhren die Kinder, dass Bioabfälle keineswegs wertlos sind, sondern zu Kompost und Energie verarbeitet werden können. Gerade dieser Aspekt – dass aus Küchenresten und Gartenabfällen etwas Neues entsteht – faszinierte die Gruppe sichtlich.

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Kitaleiterin Selina Vogler sieht in solchen Aktionen den Kern des pädagogischen Ansatzes: „Unser MINT-Projekt lebt davon, dass Kinder selbst entdecken, ausprobieren und Fragen stellen dürfen. Der Besuch von TIBO hat das Thema Nachhaltigkeit für die Kinder greifbar gemacht und ihnen auf spielerische Weise vermittelt, wie wichtig ein bewusster Umgang mit unserer Umwelt ist.“ Dass die Kinder nicht nur zuhörten, sondern aktiv mitmachten und nachhakten, bestätigte diesen Ansatz eindrücklich.

Neben dem naturwissenschaftlichen Aspekt profitierte auch die sprachliche Entwicklung der Kinder vom Besuch. Neue Begriffe rund um Abfalltrennung und Recycling flossen ganz selbstverständlich in Gespräche und gemeinsames Erzählen ein. Sprachfachkraft Alisha Loew betonte den Mehrwert: „Solche Projekte bieten viele Möglichkeiten, Sprache ganz natürlich zu fördern. Die Kinder lernen neue Wörter, stellen Fragen und tauschen sich miteinander aus – das ist gelebte Sprachbildung im Alltag.“ Die Verknüpfung von Sachthemen und Sprachförderung gehört zum festen Konzept der Einrichtung und zeigt, wie vielseitig ein einzelner Projektbaustein wirken kann.

Beim Thema Umweltschutz blieb es nicht bei der Theorie innerhalb der Kita-Räume. Bereits am darauffolgenden Tag verlagerte sich das Engagement nach draußen: Gemeinsam mit Eltern, Großeltern und weiteren Angehörigen beteiligte sich die Kita Luitpold an der saarlandweiten picobello-Aktion. Die Gruppe zog durch die Gustav-Clauss-Anlage und sammelte dort gemeinschaftlich herumliegenden Müll ein. Für die Kinder wurde so unmittelbar erlebbar, dass Umweltschutz nicht nur ein abstraktes Konzept ist, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnt.

Die Kombination aus dem TIBO-Besuch und der anschließenden Aufräumaktion verdeutlicht, wie die Kita Luitpold Nachhaltigkeit als festen Bestandteil ihres Bildungsauftrags versteht. Statt einzelner Aktionstage entsteht ein zusammenhängender Lernprozess, bei dem die Kinder Schritt für Schritt begreifen, welchen Beitrag jeder Einzelne – ob groß oder klein – zum Schutz der Umwelt leisten kann.

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