Siebenpfeiffer-Führung Madame Wirth - Foto: Martin Baus / Siebenpfeiffer-Stiftung
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Homburgs Innenstadt wird Ende August zum Schauplatz lebendiger Geschichte: Die Siebenpfeiffer-Stiftung lädt am Donnerstag, 28. August, zu einer besonderen Stadtführung ein, die den Spuren des Journalisten und Freiheitskämpfers Philipp Jakob Siebenpfeiffer folgt.

Die Tour führt zu jenen Orten, an denen in den Jahren 1830 bis 1832 die entscheidenden Vorläufer des Hambacher Festes stattfanden. Dort, wo Siebenpfeiffer an seinem „guten Wiener Flügel, verfertigt aus Mahagoniholz“ musizierte, wo Johann Georg August Wirth seine Mahlzeiten einnahm oder wo der Dekan Gottfried Weber seinen Weinvorrat lagerte, wird Geschichte anschaulich und greifbar. Anekdoten aus jener Zeit machen die Exkursion zugleich informativ und unterhaltsam.

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Dass Homburg damals ein Zentrum liberaler Gesinnung war, belegt ein Zitat von Wirth selbst: „Die Bevölkerung war dortmals entschieden liberal; ja so sehr war dieß der Fall, daß, unter dem Volk selbst, die entgegengesetzte Gesinnung sich nicht zu äußern getraute, wenn sie auch wirklich vorhanden seyn mochte.“

Besonderes Highlight der Führung ist die inszenierte Kostümrolle: „Regina Wirth“, die Ehefrau des Publizisten, wird von Monika Link aus Zweibrücken dargestellt. In zeitgenössischer Kleidung lässt sie die turbulente Homburger Zeit ihres Mannes lebendig werden.

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Die Stationen des Rundgangs reichen vom Gelände der ehemaligen Wohnung Siebenpfeiffers über das Landcommissariat bis hin zum Gasthaus Cappel, wo einst das erste von zahlreichen Festbanketten der Demokratiebewegung stattfand.

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Die Teilnehmer erwartet damit eine ungewöhnliche Stadtführung, die Homburgs Beitrag zur frühen deutschen Demokratiegeschichte eindrucksvoll in Erinnerung ruft.

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