Der NABU St. Ingbert und der Biosphärenzweckverband Bliesgau weisen auf alarmierende Bestandseinbrüche bei Schwalben und Mauerseglern hin. Nachdem der NABU im Saarland mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz Ende letzten Jahres das Projekt „Schwalben willkommen“ gestartet hat, erfassten NABU-Mitglieder in diesem Sommer das Vorkommen der Schwalben in St. Ingbert und seinen Ortsteilen. Das Ergebnis der Zählung ist erschreckend.
„In den Ortsteilen Sengscheid, Rentrisch und Schüren konnten wir gar keine Schwalbennester mehr finden“, erklärt Barbara Böhme vom NABU St. Ingbert. „In Hassel, Oberwürzbach, Rohrbach und St. Ingbert Mitte waren jeweils 20 besetzte Nester zu finden. Am besten sah es noch in Reichenbrunn aus.“ Das war einmal anders. Ältere Mitbürger können oft noch von Schwalben fast an jedem Haus z.B. auch in der Josefstaler Straße berichten, sogar von Nestern in der Küchenlampe der Großmutter, die extra für die als Glücksboten geltenden Schwalben ein kleines Fenster in der Küche den ganzen Sommer lang offen ließ.

Foto: Anita Naumann



















