Das Ende der Sommerferien macht sich auf den deutschen Fernstraßen bemerkbar: Der große Reisedruck lässt spürbar nach. Wer allerdings glaubt, das kommende Wochenende bringe freie Fahrt, könnte sich täuschen. Der ADAC rechnet für den Zeitraum vom 25. bis 27. September zwar mit weniger Staus als in den vergangenen Wochen, warnt aber zugleich vor regionalen Engpässen.
Schuld daran ist vor allem das Wetter. Bleibt es sonnig, zieht es viele Menschen ins Freie. Die Folge sind volle Straßen in Richtung Süden, in den Alpenraum, in die Mittelgebirge sowie zu den Küsten und Seen. Ausflügler und Wanderer teilen sich die Fahrbahnen dann mit dem alltäglichen Verkehr.
Die Belastung verteilt sich dabei über den gesamten Zeitraum. Am Freitagnachmittag prägen die Pendler das Bild, ehe am Samstag- und Sonntagvormittag die Ausflügler hinzukommen. Für die abendlichen Engpässe sorgt schließlich die Rückreisewelle, die sich jeweils vom späten Nachmittag bis in die Abendstunden zieht.
Zwei Großveranstaltungen verschärfen die Lage zusätzlich. In und um München zieht das Oktoberfest die Massen an, in der Region Stuttgart der Cannstatter Wasen. Rund um beide Volksfeste müssen Autofahrer mit deutlich mehr Verkehr rechnen. Hinzu kommt die anhaltend rege Bautätigkeit: Bundesweit sorgen derzeit etwa 1.000 Baustellen für Verengungen und ins Stocken geratenen Verkehr.
Zu den besonders anfälligen Strecken zählen unter anderem die A1 von Fehmarn über Hamburg und Köln, die A3 zwischen Oberhausen und Passau sowie die A7 auf ganzer Länge von Flensburg bis Füssen. Auch die A8 von Karlsruhe über Stuttgart und München nach Salzburg, die A9 zwischen Leipzig und München und der Berliner Ring (A10) gehören zu den Brennpunkten. Weitere Engpässe drohen etwa auf der A5, der A44, der A61 und dem Münchner Autobahnring A99.
Wer über die Grenze hinaus unterwegs ist, sollte ebenfalls Geduld mitbringen. In Österreich behindern Baustellen und Ausflugsverkehr den Fluss auf der Tauern-, Karawanken-, Inntal- und Rheintalautobahn. Auf der Brennerautobahn A13 bleibt die Sanierung der Lueg-Brücke zwischen Innsbruck und dem Brenner ein dauerhafter Engpass, auch die Fernpass-Bundesstraße B179 gilt als kritisch.
In der Schweiz betrifft es die klassischen Transitachsen, darunter die Gotthard-Route (A2) und die San-Bernardino-Verbindung (A13). In Italien wiederum drohen Verzögerungen auf dem Weg von der Schweizer Grenze über Mailand nach Genua sowie auf der Brennerroute A22. Und schließlich sollten Reisende die Grenzkontrollen einplanen: Bei der Einreise nach Deutschland kann es zu zusätzlichen Wartezeiten kommen.



















