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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat auf der Fachkonferenz BUSKON 2026 in Berlin Förderurkunden an 151 Verkehrsunternehmen aus ganz Deutschland überreicht. Die Botschaft des Ministers dabei: „Der Umstieg funktioniert – und bringt Vorteile für Fahrgäste und Anwohner ebenso wie für Klima und Umwelt.“ Insgesamt fließen 417 Millionen Euro in die Beschaffung von 1.887 neuen Elektrobussen, die künftig im öffentlichen Nahverkehr rollen sollen.

Die Zahlen, die Schnieder bei der Übergabe nannte, unterstreichen die Dimension des Programms. Bereits mehr als 2.200 geförderte E-Busse sind auf deutschen Straßen unterwegs und ersetzen dort konventionelle Dieselfahrzeuge. Laut Ministerium sparen diese Fahrzeuge im Vergleich zu ihren Vorgängern insgesamt mehr als 130.000 Tonnen CO₂ ein. Mit den nun hinzukommenden knapp 1.900 Bussen dürfte diese Bilanz deutlich wachsen.

Seit 2021 treibt das Bundesministerium für Verkehr den Wechsel zu klimafreundlichen Antrieben im Busverkehr voran. Über die bestehende Förderrichtlinie wurden in sechs Förderaufrufen 334 verschiedene Unternehmen in 400 Projekten unterstützt. Dabei geht es nicht allein um Fahrzeuge: Auch Lade-, Tank- und Wartungsinfrastruktur sowie knapp 100 Machbarkeitsstudien wurden finanziert. Rund 5.300 Fahrzeuge hat das Programm bislang insgesamt auf den Weg gebracht, das Gesamtvolumen seit 2021 bezifferte Schnieder auf rund 1,5 Milliarden Euro.

Förderfähig sind vor allem batterieelektrische Busse und Fahrzeuge mit Brennstoffzellentechnologie. In früheren Phasen konnten Verkehrsunternehmen auch Busse mit Biomethanantrieb bezuschussen lassen. Teile der Mittel stammen aus europäischen Töpfen – konkret aus der Aufbau- und Resilienzfazilität, die über den Deutschen Aufbau- und Resilienzplan kofinanziert wird.

Doch Schnieder belässt es nicht beim aktuellen Förderaufruf. Noch im Frühjahr soll eine neue Richtlinie veröffentlicht und ein weiterer Förderaufruf gestartet werden. „Dafür stellen wir für 2026 bis zu 500 Millionen Euro bereit“, kündigte der Minister an. Damit würde das Förderprogramm in diesem Jahr allein fast eine Milliarde Euro mobilisieren – ein deutliches Signal, dass der Bund die Elektrifizierung des Busverkehrs weiter beschleunigen will.

Die BUSKON 2026 selbst fand zum zweiten Mal statt und wurde vom Bundesverkehrsministerium gemeinsam mit der bundeseigenen NOW GmbH organisiert. Mehr als 300 Fachleute aus Verkehrsunternehmen, Industrie, Wissenschaft und Verbänden kamen für die zweitägige Veranstaltung in der Hauptstadt zusammen. Im Fokus standen neben den aktuellen technologischen Entwicklungen bei batterie- und brennstoffzellenbasierten Bussen vor allem Strategien für deren wirtschaftliche und betriebliche Integration in den Alltagsbetrieb.

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Für den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland markiert das Förderprogramm einen Wendepunkt. Wo vor wenigen Jahren noch vereinzelt Pilotprojekte mit Elektrobussen liefen, entsteht nun eine flächendeckende Infrastruktur. Die Kombination aus Fahrzeugförderung, Ladeinfrastruktur und begleitenden Studien soll sicherstellen, dass der Umstieg nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch im täglichen Betrieb reibungslos funktioniert. Ob das ambitionierte Tempo gehalten werden kann, wird sich zeigen, wenn die neue Förderrichtlinie im Frühjahr konkret wird.

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