Wer wissen möchte, wie ein Bremssystem, ein Dialysegerät oder ein Stück Stahl tatsächlich entsteht, bekommt am 4. November die Gelegenheit dazu. An diesem Abend öffnen im Saarland 15 Industriebetriebe ihre Werkstore und gewähren Einblicke, die im Alltag sonst verschlossen bleiben. Die LANGE NACHT DER INDUSTRIE geht damit erneut an den Start – getragen vom Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) und der IHK Saarland.
Insgesamt 750 Plätze stehen dieses Jahr zur Verfügung. Angesprochen sind vor allem Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, die vor der Frage stehen, wohin sie beruflich wollen. Die Anmeldung läuft ab sofort. Und da die Nachfrage erfahrungsgemäß hoch ist, lohnt es sich, nicht zu lange zu warten.
Für Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer von ME Saar, liegt der Reiz des Abends im unmittelbaren Erleben. „Hier können Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, wie Industrieprodukte in komplexen Verfahren Schritt für Schritt entstehen“, sagt er. Begleitet werden die Jugendlichen dabei oft von Auszubildenden der jeweiligen Betriebe, die aus eigener Erfahrung berichten können. Dass sich so viele Unternehmen beteiligen, wertet Schlechter als deutliches Signal: Der Nachwuchs sei für die Branche längst zur zentralen Frage geworden.
Wie groß das Interesse auf Unternehmensseite gewachsen ist, unterstreicht auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé. „Dass sich in diesem Jahr 50 Prozent mehr Unternehmen beteiligen, freut mich besonders“, betont er. Für ihn ist die Veranstaltung ein fester Bestandteil der beruflichen Orientierung im Saarland. Sie bringe junge Menschen direkt mit den Arbeitswelten der Industrie in Berührung und liefere Impulse, die keine Broschüre ersetzen könne.
Der Ablauf folgt einem bewährten Muster. Nach einem gemeinsamen Auftakt in Saarbrücken schwärmen die Teilnehmenden in Gruppen aus und besuchen ausgewählte Firmen. Dort sehen sie Produktionsabläufe aus nächster Nähe, sprechen mit Fachkräften, Auszubildenden und Personalverantwortlichen und erfahren, welche Ausbildungsberufe, dualen Studiengänge und Karrierewege sich ihnen eröffnen.
Die Bandbreite der teilnehmenden Betriebe ist groß. Mit dabei sind Diehl Defence, DILLINGER, Festo, Fresenius Medical Care, Fricke, Hager Group, HYDAC, LAKAL, MEISER, NEMAK, Purem, Schaeffler, STEAG, thyssenkrupp Gerlach und Woll Maschinenbau. Vom international aufgestellten Konzern bis zum industriellen Mittelstand spiegelt das Feld die Vielfalt der Saarindustrie wider.
Unterstützt wird die Aktion von der Agentur für Arbeit, dem Bildungscampus Saarland, der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsidentin Anke Rehlinger übernommen. Anmeldungen sowie alle Informationen zu Touren und Unternehmen gibt es über die App „Lange Nacht der Industrie“.





















