Eine Stimme, die selbst müde Wanderer noch einmal auf die Bank zurückholt: Die aus Nigeria stammende Sängerin Efe May hat am vergangenen Samstag die Ski- und Wanderhütte hoch über Kirrberg in eine kleine Konzertbühne verwandelt. Während sich die Sonne langsam über dem Kirrberger Tal verabschiedete, lieferte sie ein Programm ab, das kaum musikalische Grenzen kannte.
Jazz, Blues, Reggae und Pop reihten sich an internationale Klassiker, dazwischen Gospel und Oldies aus mehreren Jahrzehnten. Von den Beatles bis Creedence Clearwater Revival war für jeden Geschmack etwas dabei. Dass Musik für Efe May weit mehr als ein Zeitvertreib ist, wurde an ihrem Ausdruck und ihrer Bühnenpräsenz schnell deutlich.
Ihr Weg zur Musik begann früh. Mit sechs Jahren sang sie in ihrer nigerianischen Heimat zunächst in verschiedenen Kirchen, später stand sie in großen Hotels in Lagos auf der Bühne. 2009 führte ihr Weg über Berlin schließlich nach Zweibrücken. Seitdem ist sie in der Region musikalisch aktiv und ein bekanntes Gesicht auf hiesigen Bühnen.
Dass an diesem Ort überhaupt regelmäßig Musik erklingt, ist kein Zufall. Marion und Stefan Schuh betreiben die Hütte seit August 2024 und haben aus dem beliebten Ausflugsziel eine feste Adresse für gesellige Abende gemacht. Neben gutem Service setzen sie auf hausgemachte traditionelle Gerichte, Schnitzelabende und gelegentlich auch ein Schlachtfest. Je nach Wetter wird unter freiem Himmel oder in der gemütlichen Stube aufgespielt.
Eine ganze Reihe von Namen hat sich auf der kleinen Bühne bereits die Ehre gegeben. Ob „Oma Frida“ mit Gladiator am Rollator, Double Shot, Dietmar Zier, die Steely Tones, Martina Extra 3 mit ihrer Band oder das Duo Lucky Random – sie alle waren schon zu Gast. Im August sorgte MEP für Stimmung, ehe nun Efe May die Gäste begeisterte.
Damit ist die Saison aber noch nicht zu Ende. Der nächste Termin steht fest: Am 19. September treten die Bitter Brothers auf. Wer Lust auf Musik, Geselligkeit und eine ordentliche Portion Aussicht hat, sollte sich das Datum vormerken.
Denn die Ski- und Wanderhütte ist längst mehr als eine Raststation. Radfahrer und Biker machen hier ebenso gern Halt wie Familien und Spaziergänger, während die Kleinen sich auf dem Spielplatz nebenan austoben können. Das eigentliche Pfund aber ist die Lage: Der Blick reicht weit hinaus zum Höcherberggebiet und bis in die benachbarte Pfalz.
So kann es passieren, dass man eigentlich nur kurz etwas trinken wollte und Stunden später immer noch sitzt. Eintritt kostet keines der Konzerte. Gute Musik, gutes Essen, nette Leute und eine unbezahlbare Aussicht – Kirrberg kann eben auch musikalisch hoch hinaus.
Alle Bilder: Friedel Simon













































