Im Saarland entstehen wieder bezahlbare Wohnungen – und zwar in einem Umfang, den es seit Jahren nicht mehr gegeben hat. Für Sascha Haas, den baupolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, ist das der Beweis, dass die vor drei Jahren begonnene Neuaufstellung der Wohnraumförderung greift. „Wir bauen so viele Sozialwohnungen wie seit Jahren nicht mehr“, fasst er die Entwicklung zusammen.
Die Zahlen, die Haas zur Untermauerung anführt, sprechen eine deutliche Sprache. Derzeit befinden sich landesweit 1.443 mietpreisgebundene Sozialwohnungen im Bau. Für weitere 721 Wohnungen liegen bereits konkrete Projekte in verschiedenen Planungsstadien vor. Neue Vorhaben kommen laufend hinzu.
Besonders anschaulich lässt sich der Wandel an den eingesetzten Fördermitteln ablesen. 2018 floss im Saarland kein einziger Euro in den sozialen Wohnungsbau. Nach der Regierungsübernahme durch die SPD änderte sich das Bild grundlegend: 2024 waren bereits über 30 Millionen Euro gebunden, ein Jahr später knapp 53 Millionen Euro, und für 2026 stehen bislang rund 51 Millionen Euro zu Buche.
„Von null Euro Mittelbindung im Jahr 2018 auf mehr als 50 Millionen Euro heute: Daran sieht man, was sich beim sozialen Wohnungsbau im Saarland verändert hat“, erklärt Haas. Die Fördermittel würden inzwischen tatsächlich abgerufen, überall im Land wüchsen neue Sozialwohnungen heran. Sobald die politischen Weichenstellungen gegriffen hätten, sei es spürbar aufwärtsgegangen.
Hinter dem Anstieg stehen mehrere Entscheidungen, die seit 2023 getroffen wurden. Geförderte Bauprojekte sind mittlerweile im gesamten Saarland möglich, nicht mehr nur in einzelnen Kommunen. Die Bindungsfrist für geförderte Wohnungen wurde von zehn auf 20 Jahre verlängert, sodass günstiger Wohnraum länger erhalten bleibt. Zusätzlich vereinfachte das Land seine Bauordnung, um schneller und kostengünstiger bauen zu können.
Wer sozialen Wohnungsbau wolle, müsse dafür sorgen, dass sich das Bauen für die Investoren lohne, betont Haas. Genau diese Bedingungen habe die Landesregierung geschaffen. Wichtig sei ihm dabei, dass die Entwicklung nicht auf einzelne Städte begrenzt bleibe: Bezahlbares Wohnen werde überall im Saarland gebraucht.
Auch die Nachfrage nach den Förderprogrammen ist gestiegen. Die verfügbaren Bundesfördermittel für die Jahre 2024 und 2025 konnten vollständig gebunden werden – ein Zeichen dafür, dass das vorhandene Geld nicht länger ungenutzt liegen bleibt. „Wir wollen, dass Menschen im Saarland eine Wohnung finden, die zu ihrem Leben und zu ihrem Geldbeutel passt“, so Haas abschließend. Die Trendwende sei geschafft, und diesen Weg werde man konsequent weitergehen.


















