Fremde Sprachen, neue Perspektiven und ein Stück gelebte Weltoffenheit: Im Schuljahr 2026/2027 sind 33 Fremdsprachenassistenzkräfte, Freiwillige und Austauschlehrkräfte an saarländischen Schulen im Einsatz. Das Ministerium für Bildung und Kultur hieß sie nun bei einer gemeinsamen Willkommensfeier offiziell willkommen und dankte ihnen für ihren Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit im Klassenzimmer.
Für Bildungsstaatssekretärin Jessica Heide steht fest, dass solche Begegnungen den Schulalltag weit über den reinen Sprachunterricht hinaus prägen. „Unsere Schulen leben vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Erfahrungen“, sagte sie. Wenn Menschen aus anderen Ländern ihre Sprache, ihre Kultur und ihren persönlichen Hintergrund einbringen, entstünden Begegnungen, die nachwirken.
Einen besonderen Stellenwert misst Heide dabei dem Nachbarn im Westen bei. „Gerade im Saarland hat der grenzüberschreitende Austausch eine besondere Bedeutung“, betonte sie. Mit der sogenannten Frankreichstrategie+ wolle das Land die Beziehungen zu Frankreich weiter vertiefen und die französische Sprache noch fester im Bildungsalltag verankern. Zugleich zeigten die Programme, dass die saarländischen Schulen längst über die deutsch-französische Grenze hinaus vernetzt seien.
Das spiegelt sich in der Herkunft der Gäste wider. Die Assistenzkräfte kommen in diesem Jahr aus Frankreich, Québec, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Spanien. Sie arbeiten eng mit den Lehrkräften im Fremdsprachenunterricht zusammen, vermitteln authentische Einblicke in Sprache und Alltag ihrer Heimatländer und sammeln selbst praktische Erfahrungen im deutschen Bildungssystem.
Hinzu kommen deutsch-französische Freiwillige im Rahmen des Service civique sowie Austauschlehrkräfte aus dem benachbarten Département de la Moselle, die am Programm „Échange de proximité Sarre-Moselle“ teilnehmen. Auch über das Programm „Élysée Prim“ sind französische Lehrkräfte an saarländischen Grundschulen tätig und tragen so zur Zusammenarbeit beider Länder bei.
Die Aufgaben unterscheiden sich dabei deutlich. Während die Assistenzkräfte vor allem die sprachliche Praxis stärken, begleiten die Freiwilligen schulische und außerschulische Projekte. Die Austauschlehrkräfte wiederum bringen ihre eigenen Unterrichtsmethoden aus dem Partnerland mit. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Kultur und Sprache werden nicht aus dem Lehrbuch, sondern im persönlichen Kontakt erfahrbar. Eingesetzt sind die Teilnehmenden an Grundschulen, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen.
Die Willkommensfeier selbst bot den Neuankömmlingen vor allem eines: Raum zum Ankommen. Sie lernten sich untereinander kennen, knüpften erste Kontakte und tauschten sich über Erwartungen und Erfahrungen aus. Zugleich stellten sich die Ansprechpersonen vor, die sie während ihres Aufenthalts im Saarland begleiten werden.




















