forget me not, large-leaved forget-me-not, brunnera macrophylla
Vergissmeinnicht - Foto: Hans
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Rund 23.600 Menschen im Saarland leben mit einer Demenzerkrankung – fast jeder zehnte Mensch über 65 Jahren ist betroffen. Um auf diese Realität aufmerksam zu machen, laden das Gerontopsychiatrische Netzwerk Demenz im Saarpfalz-Kreis, die Kreisstadt Homburg und die Landesfachstelle Demenz aus Saarlouis gemeinsam zur mittlerweile traditionellen „Vergiss-mein-nicht“-Pflanzaktion ein. Am Montag, den 30. März, werden ab 15 Uhr an der Minigolf-Anlage in der Brunnenstraße am Homburger Stadtpark die namensgebenden Blumen in die Erde gesetzt – ein stilles, aber sichtbares Zeichen der Solidarität.

Die Aktion hat prominente Unterstützung: Landrat Frank John, Oberbürgermeister Michael Forster, der Netzwerk-Vorsitzende Horst Schneider sowie Andreas Sauder, Leiter der Landesfachstelle Demenz Saarland, werden selbst zur Schaufel greifen. Gemeinsam mit weiteren Netzwerkpartnern wollen sie deutlich machen, dass das Thema Demenz nicht hinter verschlossenen Türen bleiben darf, sondern mitten in die Gesellschaft gehört.

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Hinter der Pflanzaktion steht ein breit aufgestelltes Bündnis. Das Netzwerk Demenz im Saarpfalz-Kreis vereint mehr als 50 Kooperationspartner und wird von Horst Schneider geführt, der zugleich als Geschäftsführer der Psychosozialen Projekte gGmbH in Homburg tätig ist. Die beteiligten Organisationen haben sich zum Ziel gesetzt, über die Krankheit aufzuklären und auf die enormen Herausforderungen hinzuweisen, vor denen sowohl Betroffene als auch deren Angehörige tagtäglich stehen. Die Vergissmeinnicht-Blume dient dabei als Symbol, das die Botschaft weit über den Tag der Pflanzung hinaus in den öffentlichen Raum trägt.

Die Aktion am 30. März bildet den Auftakt eines ganzen Veranstaltungsjahres. Am 20. Mai folgt ein Vortrag unter dem Titel „Demenz oder Depression? Unterschiede erkennen und verstehen“, den die Landesärztin für Demenz, Dr. Fehrenbach, am Forum in Homburg halten wird. Die Abgrenzung beider Krankheitsbilder gilt als eine der zentralen Fragen in der Diagnostik, gerade bei älteren Patientinnen und Patienten. Im September steht dann der sogenannte „Memory Walk“ auf dem Programm, eine Informationsveranstaltung rund um das Thema Demenz, die sowohl in Homburg als auch in St. Ingbert stattfinden soll.

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Mit diesem dichten Programm will das Netzwerk das Bewusstsein für eine Erkrankung schärfen, die in einer alternden Gesellschaft immer mehr Familien betrifft. Die Pflanzaktion am Stadtpark setzt dabei bewusst auf ein niedrigschwelliges Format: Wer vorbeischaut, kann nicht nur zuschauen, sondern selbst mit anpacken. Wer sich über die Arbeit des Netzwerks oder über weitere Angebote informieren möchte, erreicht die Geschäftsstelle der Psychosozialen Projekte gGmbH in der Goethestraße 2 in Homburg telefonisch unter 06841/93 43-0 oder im Internet unter www.psp-homburg.de

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