Symbolbild

Auf Twitter und Facebook ist der Wahlkampf längst entbrannt. Doch wer setzt dort welches Thema? Warum erzeugen einige Hashtags Wellen der Aufmerksamkeit, während andere Schlagworte in der Informationsflut untergehen? Und gibt es Anzeichen für gezielt manipulierte Kampagnen? Diesen Fragen geht ein Forschungsteam der European New School of Digital Studies (ENS) an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) nach. Am 10. August ging ihre Webseite www.zahlen-zur-wahl.de online. Bis zum Wahltag am 26. September werden dort Grafiken und Berichte veröffentlicht, in denen die online gesammelten Daten analysiert, interpretiert und visualisiert werden.

„Unser Team beobachtet die Aktivitäten von Parteien, Kandidatinnen und Kandidaten sowie politischen Gruppierungen in den sozialen Netzwerken. Im Fokus steht die Bundestagswahl, wir beobachten aber auch die Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern“, beschreibt Prof. Dr. Ulrike Klinger, Inhaberin der Professur für Digitale Demokratie an der European New School, das Projekt. Zur Zielgruppe gehören Journalistinnen und Journalisten, Lehrerinnen und Lehrer sowie interessierte Personen aus der breiten Gesellschaft.

Unter Leitung des Lehrstuhlmitarbeiters Dr. Johannes Gruber recherchieren fünf studentische Mitarbeitende fortlaufend, was in den sozialen Netzwerken im Vorfeld der Wahlen veröffentlicht wird und wie die Reaktionen darauf ausfallen. Ein Methodentraining erhalten die Studierenden dabei von zwei Doktorandinnen des Weizenbaum Instituts in Berlin. Darüber hinaus ist die NRW School of Governance und das Leibnitz-Institut für Medienforschung in Hamburg an dem Projekt beteiligt. Forschende beider Einrichtungen veröffentlichen ebenfalls Analysen auf der Webseite, die von der Initiative Reset.tech gefördert wird.

Weitere Informationen: www.zahlen-zur-wahl.de

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