Start Kultur&Gesellschaft Stehende Ovationen im Saalbau: Frauenchor erhebt die Stimme für Gleichberechtigung

Stehende Ovationen im Saalbau: Frauenchor erhebt die Stimme für Gleichberechtigung

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Gleichberechtigung kennt keine Sprachbarrieren – das bewies der Gemischte Saarbrücker Damenchor eindrucksvoll im Homburger Kulturzentrum Saalbau. Unter dem Titel „Trio Musicale“ gestalteten die Sängerinnen und Musikerinnen ein Konzert, das anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März Lieder aus drei Ländern zu einem vielstimmigen Plädoyer für weibliche Solidarität verband. Französische Chansons, bretonische Volksweisen, kraftvolle georgische Melodien und deutsche Chorliteratur fügten sich zu einem Programm, das weit mehr war als ein musikalischer Abend.

Homburgs Frauenbeauftragte Anke Michalsky setzte in ihrer Eröffnungsrede den politischen Rahmen. Der 8. März stehe sinnbildlich für Solidarität, Mut und Stärke von Frauen auf der ganzen Welt, betonte sie. Deutliche Worte fand sie für die aktuelle Lage: „Wir müssen darauf achten, dass das Erreichte in Sachen Gleichberechtigung nicht wieder rückgängig gemacht wird. Tendenzen sind überall – auch bei uns – sicht- und spürbar.“ Frauen und Männer seien gleichermaßen aufgerufen, gemeinsam für Gleichberechtigung, Respekt und gegenseitige Unterstützung einzustehen.

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Der Chor griff diesen Appell musikalisch auf und schlug mit seinem Repertoire einen Bogen über Grenzen und Kulturen hinweg. Das Konzert war zugleich eine Hommage an die Städtepartnerschaft zwischen Homburg und der französischen Küstenstadt La Baule sowie an die Schulpartnerschaft des Saarpfalz-Gymnasiums mit Schulen in La Baule und der georgischen Hauptstadt Tbilisi. Frankreich, Deutschland, Georgien – drei Länder, deren Musiktradition an diesem Abend zu einer gemeinsamen Erzählung verschmolz.

Bemerkenswert war dabei die sprachliche Bandbreite der Darbietung. Die Sängerinnen trugen ihre Stücke und Texte auf Bretonisch, Georgisch, Französisch und Deutsch vor, teilweise sogar synchron in mehreren Sprachen gleichzeitig. Melancholie und Lebensfreude, Nachdenklichkeit und Energie wechselten einander ab und machten die weibliche Perspektive in all ihren Facetten hörbar. Gerade dieses Nebeneinander unterschiedlicher Stimmungen verlieh dem Abend seine besondere Intensität.

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Den Höhepunkt bildete die Zugabe: eine eigens für den Chor komponierte Hymne, die das Publikum sichtlich bewegte. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erhoben sich von ihren Plätzen und dankten mit langanhaltendem Applaus. Es war ein Abschluss, der zeigte, wie unmittelbar Musik Menschen erreichen kann – jenseits aller Sprach- und Ländergrenzen. Das Konzert im Saalbau dürfte vielen Besucherinnen und Besuchern als ein Abend in Erinnerung bleiben, an dem Kultur und gesellschaftliches Engagement auf selbstverständliche Weise zusammenfanden.

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