Wer im Saarland ein junges Unternehmen aufbaut und nach finanzieller Rückendeckung sucht, bekommt ab dem heutigen Montag erneut die Gelegenheit dazu. Vom 19. Oktober 2026 an öffnet das Starter Stipendium Saar seine nächste Bewerbungsrunde. Gefördert werden Gründerinnen und Gründer, die sich noch in einer frühen Phase befinden und ihre Ideen zur Marktreife bringen wollen. Wer sich bewerben möchte, hat dafür bis zum 16. November 2026 Zeit.
Der finanzielle Rahmen ist spürbar: Bis zu 3.000 Euro monatlich fließen über einen Zeitraum von zwölf Monaten an die ausgewählten Startups. Das summiert sich auf höchstens 36.000 Euro pro Unternehmen. Dass das Programm bereits Wirkung entfaltet, zeigt die Bilanz seit dem Start im Jahr 2022. 27 Startups mit insgesamt 39 Gründerinnen und Gründern wurden bislang unterstützt, das verteilte Fördervolumen liegt bei 702.000 Euro.
Bewerben können sich Unternehmen aus dem Saarland, deren Gründung zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht länger als 18 Monate zurückliegt. Im Zentrum steht dabei der Innovationsgrad einer Idee. Technologische Neuerungen sind dabei nur ein möglicher Weg. Auch kreative Geschäftsmodelle oder nachhaltige Ansätze haben gute Aussichten auf eine Förderung.
Wie unterschiedlich die bislang unterstützten Projekte ausfallen, verdeutlichen einige Beispiele aus den vergangenen Runden. Die Effinigo GmbH aus Saarbrücken entwickelte mit „Innoshine“ ein energieeffizientes System zur Beleuchtungssteuerung, das intelligente Lichtregelung mit Energieeinsparung und Klimaschutz verbindet. Pontem Pro wiederum richtet sich an Migrantinnen, Migranten und Geflüchtete und begleitet sie mit digitalen Vorbereitungskursen und persönlichem Coaching beim Einstieg in den Arbeitsmarkt, was zugleich der Fachkräftesicherung dient.
Einen ganz anderen Weg geht das Unternehmen Fünfter Geschmack, das auf regionale Edelpilze setzt und sein Sortiment künftig um Zuchtsets für den eigenen Anbau zu Hause erweitern will. Regionale Lebensmittelproduktion, nachhaltiger Anbau und ein neuartiges Angebot für Verbraucherinnen und Verbraucher treffen hier aufeinander.
Wirtschafts- und Innovationsminister Jürgen Barke sieht in der Förderung eine Investition in die Zukunft des Standorts. „Die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts hängt entscheidend davon ab, dass wir heute den Mut zu neuen Ideen fördern“, erklärt er. Man wolle Gründerinnen und Gründer ermutigen, ihre Visionen umzusetzen, und ihnen bestmögliche Startbedingungen bieten. „Mit dem Starter Stipendium Saar investieren wir gezielt in unternehmerischen Pioniergeist, innovative Lösungen und die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes. Denn aus mutigen Ideen entstehen die Unternehmen und Arbeitsplätze von morgen.“
Alle Einzelheiten zum Bewerbungsverfahren, zu den Förderbedingungen und den häufigsten Fragen finden Interessierte online unter gruenden.saarland/starter-stipendium-saar.




















