Foto: Thomas Bastuck
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Prüfen, Rufen, Drücken – auf diese drei Handgriffe kommt es an, wenn ein Herz plötzlich aufhört zu schlagen. Beim Aktionstag zur „Woche der Wiederbelebung“ konnten Passantinnen und Passanten in der St. Ingberter Fußgängerzone genau diese Griffe selbst erproben. Und das Interesse war groß: Viele Menschen blieben stehen, stellten Fragen und legten an den Übungspuppen selbst Hand an.

Notärztinnen, Notärzte und Rettungskräfte begleiteten die Besucherinnen und Besucher dabei Schritt für Schritt. An den Puppen ließ sich die Herz-Lungen-Wiederbelebung ohne Druck ausprobieren – so, wie es im Ernstfall auf der Straße oder in den eigenen vier Wänden nötig sein könnte. Ziel war es, die Scheu vor dem Eingreifen abzubauen.

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Foto: Thomas Bastuck

Schirmherr Fabian Roschy, stellvertretender Ortsvorsteher von St. Ingbert-Mitte, machte deutlich, warum es solche Aktionen braucht. „Diese Aktion ist unheimlich wichtig, weil wir das Thema Wiederbelebung in die breite Öffentlichkeit bringen und ein Bewusstsein dafür schaffen wollen“, sagte er. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zähle jede Sekunde, deshalb müssten möglichst viele Menschen wissen, was zu tun sei. Sein Dank galt dem Kreiskrankenhaus St. Ingbert und dem DRK-Kreisverband.

Auch Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer schaute vorbei und betonte, dass Ersthilfe keine Sache von Fachleuten sein müsse. „Wiederbelebung ist ein Wissen, das im entscheidenden Moment Leben retten kann“, so Meyer. Es reiche nicht, nur zu informieren – die Menschen müssten selbst üben dürfen. Dass Kreiskrankenhaus und DRK die Aktion mitten in der Stadt anboten, zeige eine klare Botschaft: Jeder könne helfen, und jeder könne es lernen. Diesen Weg unterstütze die Stadt gerne.

Initiiert wurde der Aktionstag von Dr. Claudia Meyer-Lang, Ärztliche Direktorin des Kreiskrankenhauses St. Ingbert. Für sie liegt der Schlüssel im Wiederholen. „Regelmäßige Übung schafft Sicherheit“, erklärte sie. Ein solcher Tag biete die Gelegenheit, Kenntnisse aufzufrischen und Hemmschwellen abzubauen. Ihr Ziel formulierte sie klar: Die Wiederbelebung solle in allen Bevölkerungsschichten so selbstverständlich werden, wie es etwa in Skandinavien längst der Fall sei. Handelten mehr Menschen sofort, ließen sich auch mehr Leben retten.

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Denn bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand entscheidet die Zeit über alles. Bis der Rettungsdienst eintrifft, können Ersthelferinnen und Ersthelfer mit einer sofort begonnenen Herzdruckmassage die Überlebenschancen deutlich erhöhen. Getragen wurde die Aktion vom Kreiskrankenhaus St. Ingbert und dem DRK-Kreisverband, unterstützt von der Stadt. Die Organisatoren zogen ein zufriedenes Fazit und wollen weiter für eine einfache Haltung werben: im Notfall nicht zögern, sondern handeln.

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