Wie Kinder schon vor der Einschulung einen Zugang zu Naturwissenschaften und Technik finden, zeigt ein Projekt in St. Ingbert auf besonders anschauliche Weise. In der Städtischen Kita Luitpoldschule forschen, experimentieren und staunen die Jüngsten im Rahmen des MINT-Projekts „EleMINTar“ – und sammeln dabei ganz nebenbei erste Erfahrungen mit digitalen Werkzeugen. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot machte sich bei einem Besuch vor Ort selbst ein Bild davon, wie frühkindliche Bildung und Digitalisierung in der Praxis zusammenwirken.
Die Ministerin betonte die Bedeutung von Kindertageseinrichtungen als erste Bildungsorte im Leben vieler Kinder. „Die Kita Luitpoldschule zeigt eindrucksvoll, wie frühkindliche Bildung Kinder ganzheitlich stärkt“, sagte Streichert-Clivot. In Projekten wie „EleMINTar“ würden Kinder experimentieren, Fragen stellen, ihre Umwelt beobachten und spielerisch Zusammenhänge entdecken. Digitale Werkzeuge helfen ihnen dabei, Entdeckungen festzuhalten und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. „So werden schon in der Kita wichtige Grundlagen gelegt – für einen guten Start in die Schule und für eine Welt, in der naturwissenschaftliches Denken, Kreativität und digitale Kompetenzen immer wichtiger werden“, so die Ministerin.
Die Einrichtung mitten in St. Ingbert bietet derzeit 61 Betreuungsplätze für Kinder vom Krippenalter bis zum Schuleintritt. Elf davon sind für Kinder unter drei Jahren vorgesehen, 50 weitere entfallen auf den Bereich ab drei Jahren – 40 davon als Ganztagsplätze. Neben dem naturwissenschaftlich-technischen Schwerpunkt setzt die Kita als Sprach-Kita gezielt auf Sprachbildung, die enge Zusammenarbeit mit Familien und einen wertschätzenden Umgang mit Mehrsprachigkeit.
Auch Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer unterstrich bei dem Besuch, welche Rolle die frühkindliche Bildung für den gesamten weiteren Lebensweg spielt. „Deshalb ist es entscheidend, dass Kinder bereits in der Kita vielfältige Lern- und Erfahrungsräume erhalten – in der Sprache, im sozialen Miteinander ebenso wie in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“, erklärte Meyer. Einrichtungen wie die Kita Luitpoldschule leisteten hier vorbildliche Arbeit und förderten Neugier, Entdeckergeist und Selbstvertrauen – Fähigkeiten, die Kinder ein Leben lang begleiteten.
Dass das Projekt „EleMINTar“ nicht allein auf die Räume der Kita beschränkt bleibt, macht die Kooperation mit dem St. Ingberter Unternehmen Festo deutlich. Der Industriekonzern begleitet die Einrichtung als Lernpate und öffnet den Kindern damit Türen in die Welt der Technik jenseits des Kita-Alltags. Als besonderer Höhepunkt steht ein Besuch im Lernzentrum des Unternehmens auf dem Programm. Dort können die Mädchen und Jungen an Experimentier- und Mitmachstationen technische Phänomene entdecken und das vertiefen, was sie in den vergangenen Wochen in ihrer Kita erarbeitet haben.
Das Zusammenspiel aus spielerischem Forschen, sprachlicher Förderung und digitaler Kompetenz macht die Kita Luitpoldschule zu einem Beispiel dafür, wie moderne frühkindliche Bildung aussehen kann. Wenn Kinder gemeinsam Hypothesen aufstellen, Dinge ausprobieren und ihre Ergebnisse dokumentieren, entsteht weit mehr als bloßes Wissen – es wächst die Freude am Lernen selbst.




















