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Der Saalbau war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Stadtverband für Sport Homburg am Dienstagabend zur Sportlerehrung 2025 eingeladen hatte. Mehr als 350 Sportlerinnen und Sportler, dazu Trainer, Ehrenamtliche, Vereinsvertreter und Gäste – schon dieser erste Eindruck zeigte, welchen Stellenwert der Sport in der Stadt hat. Geehrt wurden Leistungen, Titel und Erfolge. Sichtbar wurde aber vor allem etwas anderes: wie breit, lebendig und verlässlich das sportliche Fundament Homburgs ist.

Wer an diesem Abend durch den Saal blickte, sah die ganze Bandbreite des lokalen Sports. Nachwuchsathleten saßen neben erfahrenen Leistungssportlern, Vereinsfunktionäre neben Ehrenamtlichen, Schulmannschaften neben international erfolgreichen Einzelathleten. Diese Mischung machte deutlich, dass sportliche Erfolge in Homburg kein Zufallsprodukt sind, sondern Ergebnis kontinuierlicher Vereinsarbeit. In seiner ersten Sportlerehrung als Vorsitzender des Stadtverbands für Sport nutzte Stephan Heß genau diesen Moment, um seiner Vorgängerin Astrid Bonaventura für ihr langjähriges Engagement zu danken. Zugleich machte er klar, worauf es ihm künftig ankommt: auf offene Ohren für die Vereine und auf Unterstützung dort, wo Ehrenamt und Organisation an ihre Grenzen stoßen.

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Im Verlauf des Abends zog sich ein Gedanke wie ein roter Faden durch alle Beiträge: Sport in Homburg ist weit mehr als Wettkampf und Ergebnislisten. Vereine sind Orte, an denen Verantwortung gelernt wird, an denen Niederlagen ebenso dazugehören wie Erfolge – und an denen Menschen über Jahre, oft über Generationen hinweg, verbunden bleiben. Oberbürgermeister Michael Forster griff diesen Gedanken in seiner Ansprache auf. Gerade im Vereinssport lerne man nicht nur den Umgang mit Siegen, sondern auch mit Rückschlägen. Trainerinnen, Trainer und Betreuer leisteten dabei eine Arbeit, die für das gesellschaftliche Miteinander der Stadt kaum zu überschätzen sei.

Der Blick ging an diesem Abend auch nach vorn. Die Special Olympics Nationalen Spiele, die im Juni im Saarland stattfinden, werden mit Judowettkämpfen im Sportzentrum Homburg-Erbach auch in der Kreisstadt Station machen. Dass Homburg dabei als Austragungsort gewählt wurde, unterstreicht die Rolle der Stadt als verlässlicher Gastgeber für große Sportveranstaltungen – und als Ort, an dem Inklusion nicht nur ein Schlagwort ist. Gleichzeitig wurde um Unterstützung durch freiwillige Helferinnen und Helfer geworben.

Zwischen den Ehrungen sorgten die Shamrocks mit einer mitreißenden Showeinlage für Bewegung und spürbare Energie im Saal. Es waren diese Momente, in denen der Abend seinen besonderen Charakter bekam: Sport nicht nur als Auszeichnung, sondern als Erlebnis. Große Aufmerksamkeit erhielten auch die Ehrenamtspreise. Karlsberg-Chef Christian Weber nutzte die Gelegenheit, um gerade jungen Menschen einen Denkanstoß mitzugeben: Engagement im Verein sei mehr als ein Freizeitpunkt – es stehe für Verantwortung, Teamgeist und Verlässlichkeit. Der Nachwuchs-Ehrenamtspreis ging an Fabian Müller von der Modellfluggruppe Erbach, der sich weit über eigene sportliche Erfolge hinaus für seinen Verein einsetzt. Der zweite Ehrenamtspreis würdigte Klaus Janik vom Pfälzerwald-Verein Erbach, der mit Organisationstalent, Einsatzfreude und Vorbildfunktion Generationen verbindet.

Foto: Jürgen Kruthoff

Auch sportlich setzte der Abend klare Akzente. Bei den Sportabzeichen ragte Frank Best heraus, der diese Auszeichnung bereits zum 43. Mal ablegte. Nachwuchssportlerin des Jahres wurde Rebecca Adam vom Schwimmclub Homburg, die in mehreren Disziplinen konstant auf hohem Niveau überzeugt. Einen Sonderpreis erhielt die erst zehnjährige Aurelie Lehmann vom Hundesportzentrum Kirrberg für ihre bemerkenswerten Erfolge in jungen Jahren.

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Die Hauptpreise des Abends machten schließlich deutlich, dass Homburg auch im Leistungsbereich regelmäßig Maßstäbe setzt. Mannschaft des Jahres wurden die Handballer des TV Homburg für ihren Aufstieg in die 3. Liga. Bei den Frauen wurde Diskus-Weltmeisterin Christine Ecker vom LC DJK Erbach ausgezeichnet, bei den Männern der national und international erfolgreiche Triathlet Yves Becker, ebenfalls für den LC DJK Erbach startend.

Am Ende zeigte dieser Abend vor allem eines: Erfolge fallen in Homburg nicht vom Himmel. Sie entstehen dort, wo Ehrenamt getragen wird, wo Vereine funktionieren und wo Menschen bereit sind, Zeit und Verantwortung zu investieren. Die Sportlerehrung war damit weniger eine Bühne für Medaillen als ein Blick auf das Fundament des Homburger Sports – solide, breit aufgestellt und erstaunlich leistungsfähig.

Alle Bilder: Friedel Simon

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