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Wer am Anfang einer literarischen Laufbahn steht und von der Lust am Reisen und Schreiben angetrieben wird, hat nun erneut die Chance auf finanzielle Rückendeckung. Das saarländische Ministerium für Bildung und Kultur schreibt das Ludwig-Harig-Stipendium für das Jahr 2027 aus. Das Reise- und Recherchestipendium richtet sich gezielt an literarischen Nachwuchs und erinnert zugleich an einen der prägenden Schriftsteller des Saarlandes.

Das Stipendium trägt den Namen von Ludwig Harig und würdigt dessen Lebenswerk. Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot verweist auf die Verbindung zwischen Preis und Namensgeber. „Bereits zum neunten Mal beginnt die Ausschreibung unseres Stipendiums, das als eine besondere Hommage an das lebendige Erbe von Ludwig Harig gedacht ist“, erklärt sie. Inspiriert von Harigs „unstillbarer Reiselust“ und seiner Kunst, Erlebtes in Worte zu fassen, wolle man vor allem jene unterstützen, die noch am Anfang ihres kreativen Weges stünden.

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Der finanzielle Rahmen ist klar abgesteckt. Insgesamt 10.000 Euro stehen bereit, verteilt über eine Laufzeit von zwei Jahren. Ein Teilbetrag von 3.000 Euro ist dabei ausdrücklich als Publikationszuschuss vorgesehen. Er soll den Autorinnen und Autoren helfen, ihre Arbeitsergebnisse am Ende auch tatsächlich zu veröffentlichen.

Bewerben dürfen sich Nachwuchsautorinnen und -autoren aus der Großregion Saar-Lor-Lux-Elsass-Wallonie-Rheinland-Pfalz. Offen steht das Verfahren aber auch für Schreibende, die sich thematisch mit dem Saarland oder der Großregion befassen. Ausgeschlossen bleiben Werke der Kinder- und Jugendliteratur. Über die Vergabe entscheidet eine eigens vom Ministerium berufene Jury.

Einreichen müssen Interessierte eine Kurzbiografie sowie die Beschreibung ihres literarischen Projekts. Dazu gehört eine Arbeitsprobe in deutscher Sprache, deren Umfang zwischen 18.000 und 25.000 Zeichen mit Leerzeichen liegen soll. Die Frist endet am 31. März 2027. Bewerbungen gehen entweder postalisch an das Ministerium für Bildung und Kultur, Referat F2, Stichwort „Ludwig-Harig-Stipendium“, Trierer Straße 33, 66111 Saarbrücken, oder elektronisch per E-Mail an harig-stipendium@kultur.saarland.de.

Die Liste der bisherigen Geförderten zeigt die Bandbreite des Preises. Den Auftakt machte 2019 Verena Boos aus Rottweil, gefolgt vom Berliner Dominik Bollow im Jahr 2020. Martina Kieninger aus Montevideo und Stuttgart erhielt die Auszeichnung 2021, ein Jahr später teilten sich Gisela Hinsberger und Bernd Nixdorf aus Aachen und Saarbrücken das Stipendium. Es folgten Natalie Buchholz aus Schiltigheim, Esther Vorwerk aus Berlin und Bern sowie paula van well aus Neuwied. Zuletzt ging die Förderung 2026 an Pascal Richmann aus Berlin.

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