Gute Nachricht für den Aal: Auch in Zukunft werden erwachsene Aale aus der Saar gefischt, um sie zu schützen. Saarlands Staatssekretär für Umwelt und Verbraucherschutz Roland Krämer und Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien bei innogy SE, haben gestern die Vertragsverlängerung zur Aalschutzkooperation an der (saarländischen) Saar unterzeichnet.
Die Initiative ist 2016 mit dem gemeinsamen Ziel gestartet, Aale in der Saar gezielt mit Reusen abzufischen, um sie anschließend hinter Linz in den Rhein zu setzen. Von dort aus können die Tiere weitgehend ungehindert in Richtung ihrer Laichgebiete in der Sargassosee abwandern. Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass dieses Vorgehen sinnvoll ist und gut funktioniert.
Staatssekretär Roland Krämer erklärt: „Ich freue mich ganz besonders, dass auch innogy die Projektergebnisse des Fischereiverbandes Saar, der dieses Projekt in unserem Auftrag durchführt, so positiv bewertet hat und seine Bereitschaft erklärt hat, die Kooperationsvereinbarung um weitere fünf Jahre zu verlängern.“
Hans Bünting ergänzt: „Die Aalschutz-Initiative an der Saar funktioniert gut, das haben die Fangzahlen ganz klar gezeigt. Ich freue mich auf die Fortsetzung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium und dem Fischereiverband Saar. Pragmatisch und wirkungsvoll können wir so Aalschutz und Kraftwerksbetrieb vereinbaren. Denn auch hierzulande betreiben wir an der Saar vier Wasserkraftwerke, die zuverlässig und wirtschaftlich, rund um die Uhr grünen Strom liefern.“
Der Präsident des Fischereiverbandes Saar, Andreas Schneiderlöchner, sagt: „Unser Einsatz zugunsten der Aalpopulation zeigt sich als sehr effektiv. Beim Durchqueren der Turbinen könnten sonst abwandernde Aale geschädigt werden. Solange es keine praktikablen Lösungen für Fischabstiege gibt, können wir die Tiere durch die Initiative oberhalb der Kraftwerke abfangen und sie dort in das Flusssystem wiedereinsetzen, wo es keine Kraftwerke mehr gibt. Da der Aal durch Umleitungsmaßnahmen nur sehr schwierig zu lenken ist, sehe ich in den Bemühungen, diese Tiere beim Abstieg vom Turbinenlauf wegzuführen noch großen Forschungsbedarf.“


















