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Anlässlich des Welt-Tierschutztages am 04.10.16 fordert Ralf Georgi die saarländische Landesregierung auf, dem Beispiel der Länder Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen zu folgen, und die tierversuchsfreie Forschung an der Saar-Uni auch mit eigenen, vom Land geförderten Professuren stärker zu unterstützen. Der tierschutzpolitische Sprecher der Linksfraktion im Saarländischen Landtag erklärt:
„In Bremen ist festgeschrieben, dass ‚alle an Forschung und Lehre Beteiligten die gesellschaftlichen Folgen wissenschaftlicher Erkenntnisse mitzubedenken‘ haben. Daher ist dort auch ausführlich und verbindlich geregelt, wie die Hochschulen tierversuchsfreie Forschung fördern sollen. Das sollte auch im Saarland möglich sein. Tierversuche sind nicht nur grausam, sie sind zunehmend auch unwissenschaftlich. Die ‚Ärzte gegen Tierversuche‘ kommen zu dem Schluss, dass über 90 Prozent der in Tierversuchen für sicher und wirksam befundenen Arzneien beim Test an Menschen versagen. Rund 2,8 Millionen Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hunde, Katzen, Fische, Affen und andere Tiere mussten allein im Jahr 2014 in deutschen Labors leiden und sterben – für eine sehr zweifelhafte Forschung, für die aber immer noch deutlich mehr Steuergelder bereitgestellt werden als für die tierversuchsfreie Forschung.“
Nicht nur am Tierschutztag müsse man dafür kämpfen, dass der Schutz von Tieren und der Erhalt der Artenvielfalt nicht dem schnellen Profit zum Opfer fallen – ob durch „Freihandelsabkommen“ wie TTIP und CETA, die eine Absenkung von Umweltschutzstandards bedeuten; durch eine Landwirtschaft, die vor allem auf Pestizide und Mineraldünger setzt; oder durch einen ideologisch vorangetriebenen Zubau von Windkraftanlagen im Wald, bei denen auch das Bundesamt für Naturschutz vor der „Störung von Brut- und Raststätten sowie Zugbahnen und Beeinträchtigung oder Verlust von essentiellen Habitaten“ warnt.

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