Wie „Blue Filtration“ zwischenzeitlich eingeräumt hat, kann die ursprünglich angekündigte kurzfristige Verfügbarkeit einer effizienten Filtertechnologie nicht gewährleistet werden. Gleichzeitig hat „Blue Filtration“ in einem zweiten Anlauf den Vorschlag gemacht, das Grubenwasser vor dem Durchleiten durch die Laboranlage chemisch vorzubehandeln. Damit soll die schnelle Verstopfung der Filtermembran verhindert werden. Für diese zweite Testphase wird die RAG die Kosten übernehmen.

Noch in diesem Jahr will die RAG in Nordrhein-Westfalen mit einer Pilotanlage eines weiteren Anbieters zur PCB-Abscheidung durch Fällung und Filtration in Betrieb gehen. Dort erwartet der Konzern aussagekräftige Untersuchungsergebnisse bis Ende 2019. Die RAG betont, dass auch die dortigen Ergebnisse grundsätzlich auf das Saarland übertragbar sind und somit eine weitere Option zur PCB- Eliminierung verfolgt wird.

Das für das Saarland vorgestellte Maßnahmenpaket des Bergbaukonzerns wird seitens der zuständigen saarländischen Behörden als plausibel und zielführend betrachtet. Umweltministerium und Bergamt erwarten im nächsten Schritt von der RAG die konkrete Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen und dazugehörige Zeitpläne als Grundlage für die anstehende Verlängerung der Einleiterlaubnisse in Reden und Camphausen. 

Natürlich unterliegen alle diese Maßnahmen der kontinuierlichen Kontrolle durch die Wasserbehörden. Durch den Betrieb der Pilotanlagen in Nordrhein-Westfalen und im Saarland werden bis Ende 2019 ausreichend verwertbare Erkenntnisse vorliegen, ob und auf welchem Weg PCB am effizientesten aus Grubenwasser abgeschieden werden kann. Durch die aufgezeigten Maßnahmen oder den Entfall der Grubenwassereinleitung soll die Umweltqualitätsnorm für PCB in Fischbach und Sinnerbach gemäß der im Bewirtschaftungsplan festgelegten Frist bis Ende 2021 eingehalten werden.

 

 

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