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Alte Batterien in wertvolle Rohstoffe zurückverwandeln – und das umweltschonender als bisher: Für genau diese Idee steht das Saarland nun auf der europäischen Bühne. Das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) hat es mit seinem Projekt „eLiRec“ ins Finale der REGIOSTARS 2026 geschafft, einem Wettbewerb, mit dem die Europäische Kommission jedes Jahr herausragende EU-geförderte Projekte würdigt.

Die Konkurrenz war beträchtlich. Aus insgesamt 274 Bewerbungen wählte eine Jury das saarländische Vorhaben für die Endrunde aus, wo es in der Kategorie „Ein grünes Europa“ antritt. Für die Forschungslandschaft an der Saar ist das ein Achtungserfolg mit internationaler Strahlkraft.

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Entsprechend deutlich fiel die Reaktion aus der Landespolitik aus. „Im Saarland entstehen Innovationen von internationaler Bedeutung“, erklärte Wirtschaftsminister Jürgen Barke. Er wertete den Finaleinzug als doppelten Gewinn: „Das ist nicht nur ein Erfolg für die saarländische Forschungslandschaft, sondern auch eine außerordentliche Auszeichnung für die erfolgreiche Forschungsarbeit am INM.“

Worum geht es konkret? Hinter „eLiRec“, was für „Lithium-Ionen-Batterie Recycling mit elektrochemischen Extraktionsverfahren“ steht, verbirgt sich eine Methode, mit der sich wertvolle Rohstoffe aus ausgedienten Batterien zurückgewinnen lassen. Das Team um Professor Dr. Presser setzt dabei auf ein elektrochemisches Verfahren, das deutlich weniger Energie und aggressive Chemikalien verbraucht als herkömmliche Recyclingwege. So lassen sich Lithium und andere kritische Materialien aus Altbatterien lösen und erneut in den Produktionskreislauf einspeisen – ein Beitrag gegen Abfall und für eine nachhaltigere Wirtschaft.

Die Arbeit endet nicht mit dem Finaleinzug. Die Erkenntnisse aus „eLiRec“ fließen bereits in das Nachfolgeprojekt „eLiFlow – Kontinuierliche elektronische Lithium-Gewinnung“ ein. Ziel ist es, die Technologie so weiterzuentwickeln, dass Lithium künftig fortlaufend und mit minimalem Energieaufwand gewonnen werden kann. Das Verfahren soll den Rohstoff gezielt herauslösen und andere Stoffe möglichst unangetastet lassen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt dieses Vorhaben mit rund 861.000 Euro aus EFRE- und Landesmitteln.

Beim Finale wird nicht nur in fünf Kategorien ausgezeichnet, sondern auch das beliebteste Projekt des Wettbewerbs gekürt. Hier sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt: Noch bis zum 14. Oktober 2026, 12 Uhr, kann online für „eLiRec“ abgestimmt werden. Die Stimmabgabe sowie weitere Informationen finden sich auf der Website der Europäischen Kommission zu den REGIOSTARS Awards.

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