Wenn es um Bildungsausgaben geht, liegt das Saarland an der Spitze. Kein anderes Bundesland investiert – gemessen an seinen Gesamtausgaben – mehr in seine Grundschulen. Das geht aus dem aktuellen Bildungsmonitor 2026 hervor, der dem Land in einer zentralen Kategorie den ersten Platz zuweist.
Besonders deutlich fällt das Urteil beim Stellenwert der Bildung insgesamt aus. Nirgendwo sonst in Deutschland macht Bildung einen so großen Anteil an den öffentlichen Ausgaben aus wie an der Saar. Auch hier steht das Land ganz oben. Für Ulrich Commerçon, den Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, ist das ein Beleg für eine bewusste politische Weichenstellung.
„Wir geben jeden dritten Euro für Bildung aus. Und das zahlt sich aus“, betont Commerçon. Kein Bundesland habe sich seit 2013 so deutlich verbessert wie das Saarland. Sein Fazit fällt entsprechend selbstbewusst aus: „Wir sind Bildungsaufsteiger Nummer eins.“
Ein Blick auf die Zahlen macht die Entwicklung greifbar. Noch 2012 lagen die Bildungsausgaben des Landes bei rund 608 Millionen Euro. Für das laufende Jahr 2026 stehen etwa 1,6 Milliarden Euro zu Buche. Seit die SPD das Bildungsministerium übernommen hat, seien die Mittel damit um eine Milliarde Euro gewachsen – während sich viele andere Länder im Ranking verschlechtert hätten. Im Gesamtvergleich rangiert das Saarland inzwischen auf Platz fünf.
Für Commerçon ist die Sache nicht nur eine Frage des Geldes, sondern eine der Gerechtigkeit. Der Bildungserfolg eines Kindes dürfe nicht davon abhängen, wie viel seine Eltern verdienen oder welche Unterstützung es zu Hause erhalte. Deshalb setze das Land dort an, wo der Bildungsweg beginnt: „Jedes Kind verdient die gleichen Chancen.“
Trotz der guten Platzierungen mahnt der Fraktionschef, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen. Solange die Herkunft eines Kindes noch über seine Chancen mitentscheide, bleibe Handlungsbedarf. „Unser sozialdemokratisches Versprechen ist klar: Jedes Kind zählt. Jedes Kind verdient gute Bildung“, so Commerçon. Das erklärte Ziel bleibe, den Bildungserfolg stärker von der sozialen Herkunft zu lösen und allen Kindern im Saarland die Möglichkeit zu geben, etwas aus ihrem Leben zu machen.





















