Das Saarland bildet bei der Zukunftsfähigkeit bundesweit das Schlusslicht. Zu diesem Befund kommt die neue Studie „Die demografische Lage der Nation“, die das Berlin-Institut gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung vorgelegt hat. Im Vergleich der Bundesländer landet das kleinste Flächenland auf dem letzten Platz – ein Ergebnis, das die CDU-Fraktion im Landtag als deutliches Warnsignal wertet.
Besonders schwer wiegt die Kombination aus zwei Entwicklungen, die sich gegenseitig verstärken. Zum einen die wirtschaftliche Schwäche, in der das Saarland ebenfalls den letzten Rang belegt. Zum anderen der demografische Wandel, der die Region in den kommenden Jahren spürbar verändern dürfte. Laut Prognose könnte die Bevölkerung bis 2045 um 9,3 Prozent schrumpfen, die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter sogar um rund zwölf Prozent.
Auch bei der Teilhabe am Arbeitsmarkt bleibt das Land zurück. Sowohl bei der Beschäftigung älterer Menschen als auch bei Personen ohne deutschen Pass rangiert das Saarland am Ende der Tabelle. Für die CDU zeigt sich darin, wie viel Potenzial ungenutzt verpufft, während gleichzeitig immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Deutliche Worte findet Dr. Christopher Salm, wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. „Das ist ein Alarmsignal, mit dem wir uns nicht abfinden dürfen“, erklärt er. Die Landesregierung unter Ministerpräsidentin Anke Rehlinger müsse sich dafür verantworten, dass sie es dauerhaft nicht schaffe, das Saarland aus dieser Position herauszuführen. „Ankündigungen schaffen keine Arbeitsplätze, Durchhalteparolen keine Perspektiven.“
Salm richtet seine Kritik ausdrücklich an die SPD, die in dieser Lage nicht mehr zu bieten habe und mit ihren Ideen am Ende sei. Entscheidend sei nun, die vorhandenen Kräfte konsequent zu nutzen. Dass gerade bei älteren Beschäftigten und bei Menschen ohne deutschen Pass so viele Chancen liegen blieben, dürfe nicht hingenommen werden.
Als Ansatzpunkte nennt der Christdemokrat mehr Sprachförderung, eine passgenaue Qualifizierung und eine schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Sein Grundsatz: „Wer arbeiten kann, muss auch arbeiten und die Chance bekommen, sein eigenes Geld zu verdienen.“ Nur so lasse sich dem drohenden Mangel an Arbeitskräften begegnen und das Land aus seiner Schlusslichtrolle befreien.



















